Loket                             Luftbild Laumer  

Loket 2011

Schon zu Zeiten Goethes unternahm man vom nahen Kurort Karlsbad Ausflüge in diese herrlich gelegene Kleinstadt. 
Loket liegt auf einem Granitmassiv, das von drei Seiten von der Eger umflossen wird. Aus dieser Lage ergab sich auch der deutsche Name Ellbogen. Bis 1945 sprach man in diesem Teil des Böhmerlandes nämlich in der Hauptsache deutsch.

Die Geschichte der Stadt geht belegt bis 1234 zurück.

1989 begann für Loket wieder eine neue Zeit. Mit Geldern u. a. der europäischen Gemeinschaft wurde die von dem Kommunisten seit 1945 ziemlich vernachlässigte Stadt wieder auf Vordermann gebracht. Burg, Rathaus, St. Wenzelskirche und Stadtbefestigung wurden gründlich restauriert. 

Heute steht der gesamte Stadtkern unter besonderem Schutz: Loket soll Weltkulturerbe der UNESCO werden.

 

Das 1996 fertig gestellte Rathaus ist im Stil des Barock gehalten.

 

Die Burg dürfte in der zweites Hälfte des 12. Jh. errichtet worden sein.

Hoch auf dem Felsen über der Eger bietet diese im Mittelalter  uneinnehmbare Anlage auch heute noch einen imposanten Anblick.

Eingezwängt in das enge Tal der Eger, umgeben von ausgedehnten Wäldern, sieht man Loket auch aus der Luft nur, wenn man fast schon über der Stadt ist. Die Neustadt breitet sich flussabwärts aus. 

Gegensatz: Folgt man der Eger, so kommt man wenige Kilometer westwärts bei Sokolov zu den riesigen Abbaugebieten für Braunkohle - eine wahre Mondlandschaft. Dazwischen die Autobahn nach Karlsbad.

Nicht nur für Kulturinteressierte ist Loket Anlaufpunkt. 
Auf der gegenüberliegenden Talseite befindet sich eine Motocross- Anlage, auf der sogar Grand-Prix-Rennen zur Weltmeisterschaft ausgetragen werden. Motorräder umrunden in spektakulären Drifts und Sprüngen diesen Schlangenkurs.

 Guteneck