(Segel-)Flugplatz Fichtelbrunn   

Lage: 6 km westlich Sulzbach Rosenberg, 15 km nordwestlich von Amberg - Koordinaten 49 29 52,8 N    11 39 20,6 E   -  Funk  122.300 - Tel. 09663 22 90 - Bahn: 560 m Asphalt -  09 / 27 -  Höhe 480 m - Platzrunde im Norden 2600 ft - Landerichtung nur 09, Startrichtung nur 27 - Mogas für Eigenbedarf  - Landegebühr 3 € - offen  Sa. ab 14.00, So, ab 10.00 Uhr - Gaststätte nebenan - HP: Flugplatz   

Fichtelbrunn 2017

Anflug auf die 09 - im Hintergrund die Stadt Sulzbach-Rosenberg mit dem Annaberg. Im Sommer 2008 bekam Fichtelbrunn eine Asphaltbahn. Vor der Bahn rechts befindet sich der Abstellplatz. Er wurde 2009 aufgefüllt um in Zukunft Staunässe zu vermeiden. Sicherheitsabstände zur Bahn beachten!

Flugaufsicht 2017

Vor dem gut ausgestatteten Clubhaus hat die Flugleitung den vollen Überblick. Den aufge-
setzten Tower muss sie nicht mal benutzen. 

Aber die Dachterrasse "in luftiger Höhe" ist zu empfehlen. 

In die sich anschließende Halle ist eine Werkstatt integriert.

Nebenan, im Dorf, befindet sich ein Gasthaus.

 

Hangar 2017


Start ist nur nach Westen erlaubt, kein Problem selbst bei Ostwind, da der Platz 9 m Gefälle aufweist und der "Anlauf" dadurch erleichtert wird. Gelandet wird auf der 09, also nur Richtung Osten. Für speziell eingewiesene Piloten ("Einheimische") ist auch die 27 zur Landung frei.

Durch den Neubau eines Hangars haben sich die Unterstellmöglichkeiten stark verbessert, doch inzwischen ist auch der schon wieder überbelegt. Ein weiterer Hangar kam hinzu.

Fichtelbrunn erlebt z. Z. einen wahren Boom. Die Rahmenbedingungen für ein problemloses Fliegen sind hier aber auch zu schön.

Ab  2004 werden Segelflieger mit einem UL hochgeschleppt. 

Die Asphaltbahn erleichtert dazu wesentlich das schnelle Abheben.

Fichtelbrunn führte bis 2006 ein verstecktes Leben. Der wunderschöne Platz war nicht in der ICAO-Karte Nürnberg verzeichnet. Jetzt allerdings ist er als Segelflugplatz (zugelassen für Motorsegler, UL und Motorschlepp) aufgeführt. 

Der Grund für die lange Abstinenz auf Fliegerkarten ist so einfach wie bürokratisch: Er war nur für Motorsegler (und später UL) zugelassen - und für Motorsegler gibt es kein Zeichen. Also auch keinen Eintrag auf der Karte. Logisch! Jetzt hat man aber die Zulassung für Motorschlepp. Segelflugzeuge werden mit dem vereinseigenen UL-Dreiachser hochgeschleppt. Und Segelflugplätze haben ein Symbol. Denn der schon früher mögliche Eintrag als UL-Platz wäre doch etwas unter Niveau gewesen.

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letzte Aktualisierung  August 2017

Die Daten sind nicht für Navigationszwecke geeignet. Informieren Sie sich hierzu im AIP.

Kleine Chronik des Platzes

Kaum dass die Alliierten damals die Deutschen wieder fliegen ließen, nutzten in Fichtelbrunn Flugbe- geisterte unmittelbar die Chance. Ganz in der Nähe des heutigen Platzes entstand 1955 ein Segelflugplatz mit einem regen Vereinsleben.

1979 kam der Einbruch mit der Flurbereinigung. Wie so oft spielte die Bürokratie blinde Kuh. Der Grund wurde anderweitig benötigt, Ausgleichsflächen gab es nicht in ausreichender Menge und außerdem gehörte der Grund zu zwei verschiedenen Gemeinden. So wichen die Fichtelbrunner Segler nach Vilseck aus. Doch so recht glücklich war man dort von 1979 bis 1991 nicht. Zuviel Steine (sprich Helikopterbetrieb) legten die Amerikaner den Seglern in den Weg. Die Mitglieder schwanden dahin.

1987 wurde der jetzige Platz in Angriff genommen. In zahllosen Arbeitsstunden mussten 70.000 cm Erdreich bewegt werden. Dazu kaufte man sich sogar, aus Kostengründen, eine eigene Raupe. Eine Hochspannung wurde verbuddelt. Eine immense Arbeitsleistung - und das bei einem Mitgliederstand von unglaublichen sieben Aufrechten.

1991 konnte der Platz in Betrieb genommen werden. Für Windenschlepp eignet er sich allerdings nicht. Viel zu kurz ist die Bahn. Motorsegler allein konnten (durften) starten. Segelflug ist nicht möglich.

2001 wurde der Platz für Ultraleichte zugelassen.

Man hat einen entsprechenden Dreiachser angeschafft und kann nun per F-Schlepp wieder Segelflugzeuge in den Oberpfälzer Himmel ziehen.

Der neue Hangar ist 2005 fertig; der Verein schult mit eigenen Fluglehrern den Nachwuchs - auch UL (Dreiachser).

2008 bekommt der Platz eine 560 m Asphaltpiste.

2016 Ein weiterer Hangar kommt hinzu.