Vilseck                            Luftbild Laumer  

Um Vilseck zu beschreiben sollte man von zwei Seiten herangehen: Da ist zum einen die beschauliche Oberpfälzer Kleinstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten, zum zweiten die Garnisonsstadt am Südrand des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr mit dem zum Stadtgebiet zählenden Südlager. Hier leben und arbeiten über 10.000 US-Amerikaner, Soldaten mit ihren Familien.

Offiziell hat Vilseck rund 6500 Einwohner, würde man allerdings die nicht meldepflichtigen Amerikaner, die in der Stadt selbst wohnen, hinzuzählen, so kommt man auf über 10.000.

Man bemüht sich, die nur auf Zeit hier lebenden Armeeangehörigen so gut es geht zu integrieren. Dass es dabei Probleme gibt, versteht sich von selbst.

1289 ist Vilseck erstmals urkundlich erwähnt. Im 14. Jahrhundert präsentierte sich der Ort als massiv befestigte Anlage mit 9 m hoher Stadtmauer und 17 Türmen, davor ein tiefer Stadtgraben.
Das Wahrzeichen der Stadt, die Burg Dagestein. 

Um 930 wurde an der Vils bereits eine hölzerne Wehranlage gebaut. Im 12. Jahrhundert erfolgte der stufenweise Ausbau zu einer massiven Steinburg. Der zunächst aus Stein errichtete Wehrturm, damals nannte man das "Eck", ist Namensgeber der heutigen Stadt: Stadt an der Vilsburg = Vilseck.

Die heutigen Gebäude sind allerdings neueren Datums. Reste der Ringmauer stammen noch aus dem Mittelalter.

Die Burg befindet sich heute im Besitz der Stadt; der Bergfried kann besichtigt werden.

Burg Dagestein 09

1407 begann man mit dem Bau der Stadtpfarrkirche auf den Resten einer romanischen Anlage. 

Plünderer und die Pest verwüsteten Vilseck während des 30jährigen Krieges. Aber schon 1651 baute man das Langhaus der Kirche im barocken Stil auf.

 1973 wurde St. Ägidius wieder einmal grundlegend restauriert.

Türmermuseum 09

Nach der Sanierung des Vogelturms im Jahr 2000 wurde in dem Wahrzeichen der Stadt das "Erste Deutsche Türmermuseum" eröffnet.

Vilseck hat ein umfangreiches Freizeitangebot zu bieten.

Unten das Axtheider Schlössl. Lage: 100 m unterhalb der Burg. Es stammt aus dem 16. Jahrhundert und war einst Sitz eines Burghüters des Bischofs von Bamberg.

Axtheimer Schloss Vilseck

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