Chammünster  -  Maria Himmelfahrt                Luftbild Laumer  

Chammünster 2011

Chammünster ist die Urpfarrei des oberen Bayerischen Waldes mit Ausstrahlung bis weit in den Oberpfälzer Wald. 739 stiftete der bayerische Herzog Odilo dem Kloster St. Emmeram in Regensburg umfangreiche Ländereien. Daraufhin gründeten Mönche die  "cella ad chambe". Von hier erfolgte im Wesentlichen die Missionierung des Landes hin zu Böhmen. Doch im 10 Jahrhundert  war für einige Jahre Schluss. Der Ungarsturm aus dem Osten führte zur Auflösung, bis 955 mit der Schlacht auf dem Lechfeld dem "Schrecken des Abendlandes" Einhalt geboten werden konnte. 

Neben der Basilika Maria Himmelfahrt steht die Annakapelle, einst exklusive Begräbnisstätte der Ritter
 von Chamerau. Heute befindet sich dort ein kleines Museum.

Die dreischiffige Pseudobasilika (der Obergaden hat keine Fenster, s. dazu auch St. Johannis in Ansbach) geht auf einen Bau im 15. Jahrhundert zurück. Die Vorgängerkirche war in den Husitenkriegen weitgehend zerstört worden. Architektonisch nicht zur Spätgotik passt der barocke Hochaltar.

Chammünster war im Mittelalter eine bei Adel und Bürgerschaft beliebte Begräbnisstätte.

Heutige Besucher werfen gern einen erschaudernden Blick in den Karner

Dort werden neben zahllosen Knochen die Schädel von - angeblich - 5000 Toten aus dem Mittelalter aufbewahrt.

Chammünser 2013

Chammünster liegt fünf Kilometer südöstlich von Cham an der B20/85


Hl. Walburga - Wallfahrtskirche auf dem Lamberg

Lamberg 2011

Blick über den Lamberg, ca. 6 km südöstlich von Cham, in die Further Senke und auf die südlichen Ausläufer des Oberpfälzer Waldes.
Markant erhebt sich der gut 600 m hohe Lamberg aus dem Chamer Becken. Einst stand dort - natürlich - eine Burg, von der noch Wallanlagen im Wald unterhalb der Kirche zu entdecken sind. 

Noch viel älter sind Reste latènezzeitlicher Wälle, kaum noch zu entdecken im Wald.

Die Kirche geht auf die Burgkapelle zurück. In der Reformationszeit ließ man sie verkommen, um sie in der Barockzeit, als Wallfahrten so richtig in Mode waren, wieder prächtig aufzubauen.

1806 erfolgte im Zuge der Säkularisation die "Demolition", was nichts anderes bedeutete als Teilabbruch und Verschleuderung der in der Bevölkerung hochgeschätzten Kunstwerke.

 

1832 wurde die Wallfahrtskirche der Hl. Walburga in der heutigen Form wieder aufgebaut.

Auch in der heutigen Zeit ist es nicht gut um den Wallfahrtsort bestellt. Diebstähle in der Kirche sind mit der Grund, weshalb sie verschlossen ist. 

Und das Gasthaus neben-
an stand jahrelang leer.

2012 wurde es mit einigen hunderttausend Euro  Kirchgeldern renoviert, sehr zum Unwillen der Diözese. 
Doch damit war das Problem der Bewirt-
schaftung  nicht gelöst. Von den paar Besuchern kann kein Gastwirt leben!

Seit 2014 übernimmt ein Verein ehrenamtlich die Wirtschaft.

Lamberg 2013