Burgruine Runding                        Luftbild Laumer  

Runding Burg Ruine 2010

Fünf Kilometer östlich der Basilika von Chammünster oder 10 km südöstlich der Kreisstadt Cham liegt das Dorf Runding, zu Füßen des Schlossberges. Trotz der heute nur mehr spärlichen Ruinen kann der Besucher erahnen, welche imposante Anlage einst hier errichtet worden ist.

Runding war ehemals die größte Burganlage des Bayerischen Waldes. Erste Wehranlagen dürften bereits vor 1100 auf dem markanten Hügel in der Ebene der Further Senke angelegt worden sein. 

Im 15. und 16. Jahrhundert baute ein Zweig der  Nothaffts die Burg zu einer weitläufigen Schlossanlage aus. Doch die Schweden plünderten bei ihren Kriegszügen im Dreißigjährigen Krieg nicht nur die umliegenden Dörfer, sondern zerstörten weitgehend auch Schloss und Burg. Runding.erholte sich davon nicht mehr. Hinzu kam Misswirtschaft, Erbschaftsstreitigkeiten und der immer geringere politische Einfluss des Adels.

Burg Runding 2010 1829 kaufte der Bayerische Staat wohl zwangsläufig die stark heruntergekommene Anlage, um sie bald wieder an einen Münchener Bankier weiter zu veräußern. Der kümmerte sich um seinen neuen Besitz in keinster Weise. 

Schließlich ging der verwahrloste Komplex an einen hiesigen Bauern, der durch den Verkauf von Steinen, Balken und Sonstigem, was die Leute zum Bau eigener Häuser verwenden konnten, noch Kapital herauszuschlagen versuchte.

Erst ab 1992 unternahm die Gemeinde Runding erste Unterhaltungsmaßnahmen, um die einst so mächtige Anlage wenigstens in Ansätzen der Nachwelt zu erhalten.

   Guteneck