Burgruine
Runding
Luftbild Laumer

| Fünf Kilometer östlich
der Basilika von Chammünster oder 10 km südöstlich der
Kreisstadt Cham liegt das Dorf Runding, zu Füßen des
Schlossberges. Trotz der heute nur mehr spärlichen Ruinen kann
der Besucher erahnen, welche imposante Anlage einst hier errichtet
worden ist.
Runding war ehemals die größte
Burganlage des Bayerischen Waldes. Erste Wehranlagen dürften
bereits vor 1100 auf dem markanten Hügel in der Ebene der Further
Senke angelegt worden sein.
Im 15. und 16. Jahrhundert baute
ein Zweig der Nothaffts die Burg zu einer weitläufigen
Schlossanlage aus. Doch die Schweden plünderten bei ihren
Kriegszügen im Dreißigjährigen Krieg nicht nur die umliegenden
Dörfer, sondern zerstörten weitgehend auch Schloss und Burg.
Runding.erholte sich davon nicht mehr. Hinzu kam Misswirtschaft,
Erbschaftsstreitigkeiten und der immer geringere politische
Einfluss des Adels. |
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1829 kaufte
der Bayerische Staat wohl zwangsläufig die stark heruntergekommene
Anlage, um sie bald wieder an einen Münchener Bankier weiter zu
veräußern. Der kümmerte sich um seinen neuen Besitz in keinster
Weise.
Schließlich ging der verwahrloste
Komplex an einen hiesigen Bauern, der durch den Verkauf von Steinen,
Balken und Sonstigem, was die Leute zum Bau eigener Häuser
verwenden konnten, noch Kapital herauszuschlagen versuchte.
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| Erst ab 1992 unternahm
die Gemeinde Runding erste Unterhaltungsmaßnahmen, um die einst
so mächtige Anlage wenigstens in Ansätzen der Nachwelt zu
erhalten. |
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