Gunzendorf                          Luftbild Laumer   

Als die Franken im 6. Jahrhundert die Gegend eroberten, soll ein Anführer namens Gunzo oder Gundelo den Ort gegründet haben. 
Die wechselvolle Geschichte des Pfarrdorfes endet vorläufig mit der Eingemeindung 1978 nach Auerbach.

Die überraschend  prunkvoll in Barock ausgestattete Dorfkirche St. Ägidius hat noch einen gotischen Chorraum und Teile der Längsmauern stammen sogar von der Urkirche Mitte des 12. Jahrhunderts.

  Steinamwasser

Steinamwasser 2013
Über 900 Jahre geht die Geschichte von  "Steinege Wazzer ex parte" zurück (1109). Auch eine Burg muss es um diese Zeit hier gegeben haben, belegt ist sie allerdings erst rund 200 Jahre später. Von ihr findet man heute oberhalb der Ortschaft nur mehr wenige Steinquader.. Für unsere Ohren mag der Name seltsam klingen, doch er beschreibt treffend wie früher hier in der felsigen Karstlandschaft an den Wasserläufen Goldbrunnen und Ortlesbach die wenigen Siedler dem Land durch Ackerbau ihre Lebensgrundlage abgerungen haben und die Wasserkraft nutzten.

Treffend reimte auch der Volksmund, wer hier gelebt hat: "Drei Bauern, zwoa Mülla, zwoa Wirt, da Schousta und da Hirt“. Dass inzwischen einige Bewohner mehr dazugekommen sind, sieht man an der Zahl der Häuser, und die genannten Berufe übt schon lange keiner mehr aus - bis auf die Wirte in den zwei Gasthäusern.

Weidlwang

Weidlwang 2013

Kanonier 2014
Wie eine Ausbuchtung schiebt sich die Oberpfalz hier in das Gebiet von Mittelfranken hinein. Hier am äußersten Rand im Tal der Pegnitz mit der gleichnamigen Stadt im Hintergrund liegt die Ortschaft Weidlwang. 
Die gut 50 Einwohner gehören gemeindlich zur Stadt Auerbach.

Neben der Eisenbahnlinie von Neuhaus nach Pegnitz liegt die Einöde Weidlwangermühle.

Bekannt ist der Kanonier von Weidlwang, eine 3 m hohe und 800 kg schwere Soldatenfigur auf einem Felsen oberhalb des Dorfes, erst 2002 wieder ganz neu installiert.

Dieses Mahnmal des Friedens erinnert an die Rettung der Bewohner während des Dreißigjährigen Krieges vor den heranrückenden Schweden durch eine List. Ein verwundeter Soldat riet den verzweifelten Dörflern auf dem markanten Felsen einen Pflug und ein hölzernes Rohr als Kanonenattrappe aufzustellen. Tatsächlich ließen sich die Schweden täuschen und zogen, angesichts des scheinbar gut bewachten Dorfes, ohne es diesmal zu plündern, wieder ab. 

             Ranzenthal 

Bis 1978 war Ranzentahl eine eigenständige Gemeinde. Im Zuge der Gemeindereform wurde es nach Auerbach eingemeindet. Ranzenthal 2014

Guteneck