Monte Kaolino                                   Luftbild Laumer 

Monte Kaolino 09

Weithin sichtbar -  der weiße Berg der Oberpfalz - Monte Kaolino. Zu "Füßen" die Städte Hirschau und Schnaittenbach. Tiefe Narben hat der Abbau von Tonerde seit 1833 in die Landschaft gegraben. Das Mineral Kaolinit, ein Aluminiumsilicat, wird für die Porzellan- und Papierherstellung, der Quarzsand für die Glasproduktion benötigt. 

Monte kaolino Bad  2014

Feinster Sand ringsum - etwas Südseefeeling kann dabei schon aufkommen - nur Schatten spendende Palmen gib es nichtFreibad Hirschau 2014

Monte Kaolino 2014 Der Monte Kaolino war seit langem schon ein kleines Freizeitparadies mit Bad, Campingplatz und einer Abfahrtspiste für Ski- und Sandboardfahrer. 2007 eröffnete am Fuße des Sandhügels ein Event-Park mit einem Dünen- Erlebnisbad, Abenteuerspielplatz, Beach-Volleyball, Campingplatz ... 

Die Stadt Hirschau ließ sich die Erweiterung und Modernisierung der Anlage rund fünf Millionen kosten. 

2009 kam noch eine Sommerrodelbahn hinzu. Ski- und Snowboard fahren mitten im Sommer, im Bikini. Am Monte Kaolino ist das möglich. Auf nassem Sand rutschen die Bretter mit ordentlicher Geschwindigkeit die steile 200 m Piste hinunter. Und wer seine Schwindelfreiheit und Trittfestigkeit testen möchte, gleich im Wald neben dem Bad liegt ein Hochseilgarten.

Monte Kaolino 2014

Der bei dem Tagebau anfallende und nicht für eine weitere Verwendung zu verkaufende Quarzsand wurde Jahrzehnte lang zu einer Halde aufgeschüttet. Dieser Monte aus Quarzsand, nicht aus Kaolin wie der Name suggeriert, hat eine Höhe von 110 m bei einem Gefälle von 35 Prozent nach allen Seiten.

Nur dem entschiedenen Veto von Landschaftsschützern ist es "zu verdanken", dass der Berg nicht noch um 25 Meter erhöht werden konnte. 

Heutzutage kann der Quarzsand verkauft werden; der Abfall bei der Kaolingewinnung wird nicht mehr aufgeschüttet, sondern für Renaturierungsmaßnahmen verwendet, d. h. in alte Gruben verfüllt.
Doch das leuchtende Weiß, Markenzeichen des Monte Kaolino, verkommt immer mehr zu einem unattraktiven Braun bis Grau, hervorgerufen durch die Immissionen über die Jahre hinweg. Auch die Vegetation lässt immer weniger vom "Weißen Berg der Oberpfalz" übrig. 
Nur die benutzte Seite mit der Abfahrtspiste ist noch wie einst.

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