Frankenreuth                         Luftbild Laumer 

 

Weit reicht die Geschichte Frankenreuths zurück. Der Name "aaf da Hittn" (dort bei der Hütte) erklärt sich, wenn man weiß, dass hier die erste Glashütte des Oberpfälzer Waldes entstand. Butzengläser für Burgen und Schlösser, später Spiegelgläser wurden in der waldreichen Gegend, man benötigt zur Glasherstellung viel Energie, hergestellt. Außerdem gewann man aus Holz die wichtige Pottasche. Bis 1487 lässt sich die Glaserei zurückverfolgen.
 1926 wurde sie für immer geschlossen. Der Volksname "Hüttn" dürfte allerdings auf eine Eisen verhüttende Tradition zurück zu führen sein. Am nahen Sulzberg bei Waidhaus schürfte man tatsächlich nach Eisen, ja sogar nach Edelmetallen.

Heute beherrschen die Abwärmetürme der Gas-Verdichterstation das Landschaftsbild.

Riesige umgebaute Flugzeugturbinen verdichten das aus Sibirien kommende Erdgas vor dem Weitertransport.

Mit im Luftbild die Einöde Grafenau.

Megal 09

Zur Zeit laufen fünf Turbinen, eine sechste kommt hinzu. Aufnahme von 2009

Zugegeben, diese Industrieanlage hat wenig mit zauberhafter Heimat zu tun.

Doch ohne diese Verdichterstation würde so mancher Ofen in Deutschland kalt bleiben. Und sichere Arbeitsplätze bietet die Anlage außerdem.

Die Megal- und E.ON Ruhrgas-Verdichterstation an der deutsch-tschechischen Grenze befördern etwa ein Drittel des Erdgasbedarfs in Deutschland.

Man sieht, es wird weiter ausgebaut.

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