Pfrentsch                               Luftbild  Laumer  

Pfrentsch 2021


Lang streckt sich der Ort an der Staatstraße Eslarn - Waidhaus hin - durch die Pfreimd in zwei Hälften getrennt.

Hier erstreckte sich am Oberlauf der Pfreimd für rund 500 Jahre der größte künstliche Stausee im Deutschen Reich. 


Kaiser Karl IV gab höchstpersönlich dem Landgrafen von Leuchtenberg 1362 die Erlaubnis zum Andämmen. Es entstand eine Wasserfläche von knapp 1400 Tagwerken, sprich 450 Hektar. In erster Linie diente der See der Wasserregulierung. 
In der trockeneren Jahreszeit (Sommer) wurde Wasser abgelassen, um für die flussabwärts liegenden Hammerwerke und (später) Glasschleifereien mit ihren Wasserrädern weiter genügend Antrieb erzeugen zu können. 

1810 wurde die Trockenlegung angeordnet,1840 dann vollzogen.  Aus Rentabilitätsgründen - zu viele Fische wurden aus dem Gewässer gestohlen - und die Hammerwerke waren längst stillgelegt.

Das Tal der Pfreimd östlich von Pfrentsch heute. Es wurde mit großem Aufwand in einem Abschnitt renaturiert. 

Die Pfreimd entspringt genau genommen keiner Quelle. 


Der Katharina- und der Rehlingbach vereinigen sich in Pfrentschweiher und erst ab hier heißt der 47 km lange Nebenfluss der Naab
dann Pfreimd.

Pfrentsch bei Waidhaus 2016
Kapelle in Pfrentsch 2012


Pfrentsch gehört zur Gemeinde Waidhaus.

 

1387 taucht der Ort erstmals urkundlich auf. 

Die kleine Kapelle besteht seit über 100 Jahren.

 

Pfrentschweiher

Pfrentschweiher 2017

Am Ende des Rodungskeiles liegt der Weiler  Pfrentschweiher mit dem  Staatsgut Pfrentsch. Es wird von der staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt in Almesbach aus verwaltet.

Derzeit werden 127 Hektar Nutzfläche hauptsächlich für die Nachzucht von Milchkühen und Gehegewild bearbeitet. 
Daneben kümmert man sich um 33 Hektar Biotopflächen.

Torfhäusl

Geschah hier das Verbrechen? Wer ist der Mörder?

Einsam im Wald östlich von Pfrentschweiher im Grenzgebiet zu Tschechien wurde im Frühjahr 2021 das Torfhäusl zum Tatort - für einen Kriminalfilm. Ein Team drehte u. a. hier für "Schweigend steht der Wald".

Torfhäusl 2021
Hei,lighaus 2018


Heilinghaus
Heiligenhaus

Es gibt keine beleg-
baren Beweise, dass in dieser Einöde (Gde. Waidhaus) jemals besonders fromme Christen oder Heilkundige gelebt hätten, oder gar ein Heiliger dort wohnte, vorbeikam oder sonst was trieb.
Heute können vom Ponyhof Ausritte in die Umgebung gemacht werden.

Knapp 5 km SSW gibt es den Heilinghof, Gde. Moosbach
Im Regental gibt es ein Heilinghausen und in der Gemeinde Gleiritsch ein Heilinghäusl.

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