Schönsee                               Luftbild  Laumer  

Im Winter sorgt ein ausgedehntes Loipennetz für optimales Skilanglaufvergnügen.

Böse Zungen sagen, Schönsee lebt mit drei Lügen: a) Schönsee ist nicht schön, liegt b) nicht an einem See und c) eine Stadt ist es auch nicht.

Letzteres ist auf alle Fälle objektiv falsch. Die Stadtrechte besitzt Schönsee schon seit über 500 Jahren. Und die Luftbilder widerlegen a) und b) wohl auch.

Schönsee setzt verstärkt auf den sanften Tourismus und hat dem Urlauber einiges zu bieten: Kurpark, Gasthäuser und viele Kilometer Wanderweg in den ausgedehnten Wäldern hin zur Grenze nach Tschechien. 

Schönsee 2011

Schönsee versteht sich heute als Brückenglied zwischen Bayern und Tschechien. Das im ehemaligen Kommunbräuhaus untergebrachte Bayerisch- Böhmische Kulturzentrum (Centrum Bavaria Bohemia, kurz CeBB) soll diese Beziehungen in besonderer Weise fördern.

Wer nicht so gern die Berge mag, kann das flachere Schönseer Land entlang des Flüsschens Ascha erfahren, am besten mit dem Fahrrad, z. B. auf der ehemaligen Bahntrasse von Schönsee nach Oberviechtach.

Sehenswert ist auch ein kleines Jagdmuseum in einem Hotel am Rande der Stadt.

Im Luftbild die 1868 neu errichtete Pfarrkirche St. Wenzeslaus. 

Pfarrkirche Schönsee 2011

Bavaria Bohemia.2011

Das ehemalige Kommunbräuhaus beherbergt heute das Centrum Bavaria Bohemia. 

Das CeBB soll kultureller Mittler zwischen den bayerischen und tschechischen Nachbarregionen sein. Seit Eröffnung 2006 veranstaltet man ein vielfältiges Kulturprogramm und baut damit die nachbarschaftlichen Beziehungen aus. 

Bemerkenswert ist die nahezu unüberschaubare Ausstellung von Flyern und Prospekten über touristische und kulturelle Angebote auch aus den angrenzenden Regionen in der Tourist-Information.

Heute würde man sie wohl nicht mehr zugesprochen bekommen, doch im 15. Jahrhundert bekam man, mit Fürsprachen (Beziehungen) und einer wichtigen Lage an Handelswegen die Stadtrechte eher zuerkannt. 
Wann genau ist für Schönsee aber nicht  überliefert. Man geht heute von der späten 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts aus. Denn die Marktrechte verliehen die Grafen von Leuchtenberg dem Ort im Jahr 1354.

 

Eine erste urkundliche Erwähnung existiert von 1333/34.

Der Holzreichtum bescherte im 15./16. Jh. der Gegend einen gewissen Wohlstand. Die Holzkohle brauchte man für das mit Ochsengespannen von weit her (Amberger Gegend) gekarrte Roheisen zur Verarbeitung mit den Eisenhämmern. Im 19. Jh. lösten Glasschleifereien die Hammerwerke ab.

Anfang des 20. Jh. brachte die Herstellung von Spitzen (Klöppeln) neue Erwerbsmöglichkeit und den Bewohners dieses früher doch sehr abgelegenen Landstriches ein gewisses Einkommen.

 

Schönsee 2011

Luftbilder von Ortschaften der Gemeinde (VG)  Dietersdorf - Friedrichshäng - Gaisthal - Johannismühle - Schwand - Weiding 

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