Dietersdorf   bei Schönsee     -       Dietersdorf   bei Windischeschenbach


Dietersdorf                            Luftbild Laumer

Dietersdorf 2011

Dietersdorf 2011 Sanft steigt das Land  von Schönsee kommend in Richtung des Reichenstein bei Stadlern an. 
Zwei km östlich im Tal der Ascha liegt langgestreckt entlang der Straße der Ort Dietersdorf. 

Ins Auge fällt die Graslandschaft an den Friedrichshängen mit den Hecken, die sich bis zum 818 m hohen Eulenberg hinzieht.

Im Tal der Ascha, einen Steinwurf von Dietersdorf entfernt, liegt Gut Dietersberg.

Seine Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück. Zunächst stand dort ein Hochofen mit Eisenhammer, der das bis aus Amberg herangekarrte Eisenerz, mit dem reichlich vorhandenen Holz als Energiequelle, verarbeitete. Das heutige Gutshaus, ein Hammerherrenhaus, stammt noch aus dieser Zeit.

Die Zeit der Eisenverarbeitung ist aber schon Jahrhunderte vorbei. Heute verdienen die Besitzer ihr Geld mit dem Fremdenverkehr und gastronomischen Veranstaltungen in ihren historischen, mit viel Engagement restaurierten  Gemäuern.

Gut Dietersdorf 2011

Friedrichshäng 08

11 Im Luftbild die Weiler Friedrichshäng (oben am Waldrand), Weberhäuser und Johannismühle. Links letzte Häuser von Dietersdorf.

Land an der Grenze, früher ein armes Land mit rauem Klima. Land der Pascher, Schwirzer oder Schmuggler. Bis in die 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde über die "Grüne Grenze" alles geschmuggelt, was irgendwie Profit versprach, v. a. die geheimen, nächtlichen Viehtransporte an den wachsamen Grenzern vorbei über verschlungene Waldpfade sind noch heute Gegenstand von Erzählungen und örtlichen Festspielen.

Und von 1945 bis 1990 war die Grenze absolut dicht. Der Eiserne Vorhang schottete die kommunistischen Republiken hermetisch ab. Der Beobachtungs- und Lauschturm auf dem Malý Zvon (Glöckelberg) ist noch heute Mahnmal dieser Zeit, inzwischen aber eher ein Wanderziel vom Grenzübergang für Fußgänger hinter Friedrichshäng.

Guteneck