Tirschenreuther Teichpfanne            Luftbild Laumer 

Land der tausend Teiche

Die Region um Tirschenreuth zählt  zu den schönsten und auch ökologisch bedeutendsten Teichlandschaften Europas. In Anlehnung an das Land der tausend Seen (Finnland), bezeichnet man diese Landschaft auch liebevoll als Land der tausend Teiche. In Wirklichkeit sind es sogar über 4500 Gewässer.

Tirschenreuth Teiche 2016

Seit nahezu 1100 Jahren wird in diesem Gebiet Teichwirtschaft betrieben, ausgehend von den mittelalterlichen Mönchen im nahen Kloster Waldsassen. Anfang des 17. Jahrhunderts weist eine Chronik sogar 4625 Teiche aus. Fisch war damals wesentlich teuerer als Rind- oder Schweinefleisch. Und ob der zahlreichen Fastentage der "hohen Geistlichkeit" war Fleisch von "Nichtwarmblütern" sehr gefragt. Fisch und Bier fiel nicht unter das Fastengebot.
Heute werden in den Gewässern hochwertige Speise- und Besatzfische gezüchtet. Siehe dazu auch die Zuchtstation Wöllershof.
Radweg 2015

Biber, Otter, Kormorane fressen bis zu 30, ja 50 % des Bestandes und reduzieren den Ertrag. Viele Teichwirte haben bereits aufgegeben  Ohne Bewirtschaftung wird die Teichlandschaft aber ihr Gesicht verändern. Die Teiche werden verschlammen, mit drastischen Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt drumherum.


Egal zu welcher Jahreszeit, eine Wanderung durch diese Teichland-
schaft ist ein Genuss für alle Sinne.

Doch diese Kulturlandschaft gerät zunehmend in Gefahr.

Die Fischzucht  lohnt sich vielfach nicht mehr.

Rein wirtschaftlich ist es, so paradox es klingt, mit den Zuwendungen aus EG-Fördergeldern (Flächenstilllegung!) lohnender, in den Teichen keine Fische mehr zu züchten. 

Himmelsleiter 2016

Himmelsleiter

Plötzlich ein Riesenhindernis auf dem Rad- und Fußweg von Tirschenreuth auf der ehemaligen Bahnstrecke nach Wiesau, dem Vizinalbahnradweg, Eine Metallkonstruktion, gut 20 Meter hoch, 70 m lang! 

Wer sich die Stufen hinaufmüht, darf nicht hoffen, ins  Himmelreich zu kommen, denn das ist weit weg eine kleine Ortschaft bei Lam im Bayerischen Wald.
Stattdessen kann man einen bescheidenen Panoramablick über die Teichlandschaft genießen.
Auf großformatigen Schautafeln unter den Treppenaufgängen kann sich der Besucher über die Geschichte dieser ältesten und größten Kulturlandschaft Deutschlands informieren.

Seit nahezu 1100 Jahren wird in diesem Gebiet Teichwirtschaft betrieben, ausgehend von den mittelalterlichen Mönchen im nahen Kloster Waldsassen.

Anfang des 17. Jahrhunderts weist eine Chronik sogar 4625 Teiche aus. Fisch war damals wesentlich teuerer als Rind- oder Schweinefleisch. Und ob der zahlreichen Fastentage der "hohen Geistlichkeit" war Fleisch von "Nichtwarmblütern" sehr gefragt. Fisch und Bier fiel nicht unter das Fastengebot.

Heute werden in den Gewässern hochwertige Speise- und Besatzfische gezüchtet. Siehe dazu auch die Zuchtstation Wöllershof.

Guteneck