| Die Säkularisation setzte
1803 dem Wirken ein jähes Ende. Erst 1864 konnten Zisterzienserinnen aus
Landshut - Seligenthal einen Teil des früheren Klosterkomplexes
erwerben. Seither haben sich die Ordensfrauen in vielen Bereichen
große Verdienste erworben. Heute betreiben sie den Bibliotheksaal, eine Mädchenrealschule, das Kultur- und Begegnungszentrum und
die Umweltstation im ehemaligen Klostergarten.
Die
barocke Innenausstattung und die Außenfassade der Basilika sind durch fortgesetzte
Restaurierung in einem wunderbaren Zustand. Berühmt ist zudem der
Bibliothekssaal mit zahlreichen wertvollen Exemplaren. In der Basilika
finden, besonders in der Adventszeit, viel beachtete Konzerte statt. Ein
besonderes Stimmungsbild bietet die Basilika, wenn sie nachts von
Scheinwerfern angestrahlt wird.
Rund um die Basilika sorgen
zahlreiche Gaststätten und Cafes für das leibliche Wohl.
Auffallend die rechtwinkelige Anlage der Straßenzüge.
Zurückzuführen ist dies auf die schnörkellose, kalvinistische
Weltanschauung des Fabrikanten Geisel, der nicht nur die erste
Textilfabrik hier errichtete, sondern auch noch den Ort weitgehend
nach seinen Vorstellungen umgestaltete. Leider
führt der Durchgangsverkehr zur Grenzstation nach Eger (Cheb) noch immer
durch die Stadt.
Wer Waldsassen besucht, sollte auf keinen
Fall einen Abstecher zur vier Kilometer nördlich gelegenen Kappl
versäumen. Von hier sind es nur wenige Kilometer zum Geburtsort der
Therese Neumann (Konnersreuther Resl) in Konnersreuth
und dem Kloster Fockenfeld.
|