Waldsassen                          Luftbild Laumer  

Waldsassen 2011

Das Luftbild zeigt die Klosterstadt vor dem Glasberg mit der berühmten Wallfahrtskirche Kappl, deren Turmspitzen gerade noch (links in der Lichtung) über die Baumwipfel herausschauen.

Um 1133 gründete der Markgraf Diepold von Vohburg das Zisterzienserkloster Waldassen. 1147 sicherte König Konrad III. dem Kloster seinen Schutz zu; es wurde damit reichsunmittelbar und nahm rasch an Bedeutung und Einfluss zu. Die Christianisierung und Urbanisierung der Gegend ging hauptsächlich von Impulsen aus Waldsassen aus. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster 1560/61 aufgelöst.

Erst 1613/14 entstand im Anschluss an das ehemalige Kloster eine bürgerliche Siedlung.

1661-1669 kamen wieder Ordensleute nach Waldsassen, diesmal Zisterzienser aus Fürstenfeldbruck. Für Waldsassen begann eine Blütezeit, in der die alten Gebäude abgebrochen, die Neuen dem Zeitgeschmack barock aufgebaut und ausgestattet wurden. Das Kloster war religiöser und kultureller Mittelpunkt des Stiftlandes.

Waldsassen 2011

2008 wurde in zahlreichen Veranstaltungen das historische Jubiläumsjahr begangen: 850 Jahre Kloster Waldsassen. 2014 wird das 150-jährige Jubiläum der Wiederbesiedelung gefeiert. 

Die Säkularisation setzte 1803 dem Wirken ein jähes Ende. Erst 1864 konnten Zisterzienserinnen aus Landshut - Seligenthal einen Teil des früheren Klosterkomplexes erwerben. Seither haben sich  die Ordensfrauen in vielen Bereichen große Verdienste erworben.  Heute betreiben sie den Bibliotheksaal, eine Mädchenrealschule, das Kultur- und Begegnungszentrum und die Umweltstation im ehemaligen Klostergarten.

Die barocke Innenausstattung und die Außenfassade der Basilika sind durch fortgesetzte Restaurierung in einem wunderbaren Zustand. Berühmt ist zudem der Bibliothekssaal mit zahlreichen wertvollen Exemplaren. In der Basilika finden, besonders in der Adventszeit, viel beachtete Konzerte statt. Ein besonderes Stimmungsbild bietet die Basilika, wenn sie nachts von Scheinwerfern angestrahlt wird.

Rund um die Basilika sorgen zahlreiche Gaststätten und Cafes für das leibliche Wohl. Auffallend die rechtwinkelige Anlage der Straßenzüge. Zurückzuführen ist dies auf die schnörkellose, kalvinistische Weltanschauung des Fabrikanten Geisel, der nicht nur die erste Textilfabrik hier errichtete, sondern auch noch den Ort weitgehend nach seinen Vorstellungen umgestaltete. 

Leider führt der Durchgangsverkehr zur Grenzstation nach Eger (Cheb) noch immer durch die Stadt.

Wer Waldsassen besucht, sollte auf keinen Fall einen Abstecher zur vier Kilometer nördlich gelegenen Kappl versäumen. Von hier sind es nur wenige Kilometer zum Geburtsort der Therese Neumann (Konnersreuther  Resl) in Konnersreuth und dem Kloster Fockenfeld.

Im nahen Tschechien ist die Wallfahrtsstätte Maria Loreto bei Eger ganz sicher einen Besuch wert. Das Stift Tepl bei Marienbad war in früherer Zeit das zweite bedeutende Kloster in dieser Gegend, von dem politische und kulturelle Impulse ausgingen. 
Und auf dem Weg nach Karlsbad sollte man Abstecher nach Maria Kulm und Loket keineswegs versäumen.

Waldsassen 2011

Ein imposanter Bau - egal aus welcher Richtung man das Kloster Waldsassen betrachtet.


Der Klostergarten - eine Oase der Ruhe, eine Brücke von Gott zur Natur. 

Freibad Waldsassen 2011

Dreht sich im Klostergarten alles ums Wasser aus der Sicht der Schöpfung und als Lebensraum, so geht es im Freibad nebenan schon um einiges profaner zu.

Luftbilder von (11/21) Ortsteilen der Gemeinde    EgerteichHundsbach - GroppenheimKappl - Kondrau - Münchenreuth - Pechtnersreuth - Pfaffenreuth - Querenbach - Schloppach