| Mehrmals mussten die
Kohlberger ihren Glauben wechseln, je nach Überzeugung des
Landesherren. 1663 wurde das Simultaneum eingeführt, was jedoch nie
zu einer Versöhnung der beiden religiösen Gruppen führte.
1914 schließlich bauten sich die
Katholiken ein eigenes Gotteshaus. Die "alte" Kirche blieb
evangelisch und dient heute der kleinen protestantischen Gemeinde
als Pfarrkirche. Auffallend ist der wuchtige
Kirchturm, ein so genannter Wehr- und Wachturm.
Schon vor 2000 Jahren
führte die Bernsteinstraße durch dieses Gebiet. Und die Goldene
Straße als Handelsweg zwischen Nürnberg und Prag brachte in
Friedenszeiten für die Anlieger Aufschwung und bescheidenen
Reichturm, in Kriegzeiten allerdings durch die durchziehenden Heere
und marodierende Soldateska viel Leid. So wurde Kohlberg im
Dreißigjährigen Krieg völlig abgebrannt.
Noch heute lassen sich aus der Luft
an einzelnen Stellen die Wagenspuren der mittelalterlichen Gespanne
entdecken und der Verlauf der Goldenen Straße so
nachvollziehen. Für kenntnisreiche und gut ausgestattete
Schatzsucher besteht immer noch die Möglichkeit wertvolle
Gegenstände zu finden.
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