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Neunaigen liegt ziemlich in
der Mitte zwischen Kemnath a. Buchberg und
Wernberg. Der Ort gehört zur
Marktgemeinde Wernberg-Köblitz.

Wuchtig der Kirchturm im Vergleich
zum Kirchenschiff. Doch früher diente solch ein Kirchturm eben
nicht allein, um die Glocken dort aufzuhängen, sondern war
zugleich Fluchtort, wenn marodierende Horden und Räuber die
Gegend unsicher machten. Und zu holen gab es in dieser gar nicht
so Gott
verlassenen Gegend einiges. Denn die Handelstraße Nürnberg -
Prag, die Goldene Straße, führte hier vorbei, jedenfalls bis
Karl IV die alte Wegstrecke über Amberg,
Wernberg, Vohenstrauß kurzerhand
zur "Verbotenen Straße" erklären ließ. Dem Handel und
Transport tat das zunächst wenig Abbruch. Man machte es eben
"schwarz". Die neue goldene Straße führte aber nun
über Weiden nach Bärnau.
Und das alles der Steuereinnahmen wegen!
Zwar wurde erst 1409 eine Pfarrei
auf den Aign urkundlich erwähnt, doch dürfte das erste
Gotteshaus schon 150 Jahre davor errichtet worden sein. In den
Wirren der Glaubenauseinandersetzungen war man schon mal
protestantisch, ja eine Zeit sogar calvinistisch, ehe
"man" (d. h. von der Obrigkeit befohlen) wieder zum
katholischen Glauben zurückkehrte. Die Form des heutigen Turmes
mit dem achteckigen Spitzdach wurde nach einem Orkan 1856 bei der
Wiederinstandsetzung geschaffen.

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