Maxhütte in Sulzbach Rosenberg               Luftbild Laumer  

 Maxhütte 2013

In über 100 Jahren hat sich der Abfall aus der Eisen- und Stahlproduktion der Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg zu einem knapp fünf Millionen Kubikmeter umfassenden Hügel aufgetürmt. Mit dem größten Sanierungsprojekt im Freistaat hat Bayern in fünfjähriger Bauzeit den umweltproblematischen Schlackenberg saniert. Die Deponie ist inzwischen begrünt, auf dem Gipfel ist ein Infozentrum errichtet worden. Geplant ist weiterhin eine Nutzung für Freizeitaktivitäten und auf der Südseite eine Solaranlage.
Maxhütte 2013
Zur Blütezeit arbeiteten hier bis zu 9000 Menschen. In der Maximilianshütte wurde seit 1859 Eisenerz aus Gruben in der Umgebung verarbeitet. 1969 musste man  brasilianisches Erz dazunehmen - zur Kostensenkung. Der Niedergang der Stahlproduktion ging trotzdem weiter.

1987 kam es zum ersten Konkurs. 
11 Jahre später erfolgte der zweite  und selbst massive  staatliche Unterstützung konnte die endgültige Stilllegung nicht verhindern. 

Aus der Maxhütte soll einmal ein Industriedenkmal werden. Doch woher dafür das Geld nehmen? 

Auf dem Gelände haben sich einige kleinere Firmen angesiedelt. Es ist deshalb möglich, sich auf einem Spaziergang durch das Gelände einen wirklich beeindruckenden Überblick zu verschaffen. 
Die Luitpolthütte, das Stahlwerk bei Amberg, nahm einen etwas anderen Weg.

Schlackenberg Sulzbach Rosenberg 2008

Schlackenberg 2011

Seit 2008 (linke Aufnahme) hat sich der 1,5 Millionen Kubikmeter umfassende und bis zu 45 m hohe Schlackenberg total verändert. Die Aufnahme rechts ist vom Juni 2011. 
2013 konnte mit einem Kostenaufwand von 54 Millionen € die Sanierung abgeschlossen werden - 120 Jahre nach der Anlegung des Schlackenhügels. 

 Schlackenberg Mayhütte 2013
Geplant ist eine sanfte touristische Nutzung (Aussichtspunkt, Infogebäude, Spazierwege, Biotop). Bislang (Sommer 2013) ist das Gelände jedoch nicht betretbar. Eingezäunt! Die Orte im Hintergrund (im ersten Luftbild) sind Siebeneichen und Wirnsricht

Seit dem Mittelalter förderten die Menschen Eisenerz aus dem Oberpfälzer Boden, anfangs sogar im Tagebau. Über 1000 Gruben sind dokumentiert. Die größten waren Maffeischächte (1978 stillgelegt), Leonie bei Auerbach.
In Sulzbach der Eichelberg (bis 1976), Grube St. Anna direkt in der Stadt (bis 1974) hatten eine hohen Erzanteil. 

Im nahen Amberg förderte man aus dem Erzberg. 1964 ging mit dem Luitpoldstollen der 1000jährige Bergbau zu Ende. Mit dem Ende des Erzbergbaus war auch der Standortvorteil der Oberpfalz weg. Die Hüttenwerke mussten alle schließen, 

Am 24 September 2002 wurde die Maxhütte für immer stillgelegt.


Kropfersricht 2010

Kropfersricht

Der Blick nach Osten war in der Vergangenheit schon eher eine Zumutung denn Erbauung. Mit der Sanierung des Schlackenberges dürfte nicht nur visuell viel gewonnen sein, sondern auch die Belastung des Grundwassers sollte unter Kontrolle kommen. Aufnahme von 2010.

 

 Guteneck