Amberg                                         Luftbild Laumer  

Amberg 09

Im Luftbild ist der mittelalterliche Stadtkern sehr schön zu erkennen. Er ist zum größten Teil von einer Ringmauer umgeben, an die sich wiederum gepflegte Grünanlagen anschließen, die im Zuge der Landesgartenschau 1996 an der Vils angelegt wurden und ein wunderschönes Naherholungsgebiet sind.

Die kreisfreie Stadt Amberg wurde erstmals 1034 urkundlich erwähnt. Zur 975-Jahrfeier fanden 2009 zahlreiche Veranstaltungen statt.

Vom ausgehenden Mittelalter bis in 19. Jahrhundert verdankte Amberg den Erzgruben, Erzhämmern und seiner Lage an der damals schiffbaren Vils seine wirtschaftliche Stärke. Davon ist heute nichts mehr geblieben. In der industriellen Struktur dominiert die Maschinenbau- und Elektroindustrie.

Die gotische Kirche St. Martin im Zentrum Ambergs. 

Sie gilt nach dem Regensburger Dom als der bedeutendste und größte Bau dieser Epoche in der Oberpfalz.

Baubeginn war 1421. 

Der 98 Meter hohe Turm wurde 1584 fertig gestellt. Sein heutiges Aussehen erhielt er allerdings erst 1720. 

Die Innenausstattung ist neugotisch, nachdem man im Zuge einer gründlichen Renovierung um 1870 die barocken Elemente entfernte.

 

Amberg St. Martin 2010

Der Turm kann nach Anmeldung bestiegen werden. Die Mühe belohnt ein toller Überblick über die Stadt.

Die älteste Pfarrkirche Ambergs - St. Georg - wurde erstmals 1094 genannt. 1339 wurde sie nach einem Brand neu errichtet. Das wehrhaft wirkende Äußere zeigt die Formen einer gotischen Basilika mit langgestrecktem Chor und mächtigem Westturm.

Die großen Gebäude bei der Kirche gehören zum ehemaligen Jesuitenkolleg - heute Maltesergebäude. Bedeutsam darin sind die Kassettendecke im Kongregationssaal und der barocke Bibliothekssaal.

Umschlossen wird die Altstadt von einem drei km  langen Stadtgraben.

Ein großer Teil der Stadtmauer mit ihren Wehrtürmen ist heute noch erhalten und wunderschön restauriert. 

Der Besucher findet in Parkhäusern für seinen fahrbaren Untersatz sicher einen Platz.

Die Paulanerkirche, der ev.-lutherischen Pfarrgemeinde der Stadt ist ein schlicht ausgestattetes Gotteshaus. 

Seine wechselvolle Geschichte beginnt 1729 als Klosterkirche. Nach der Säkularisation wurde die beiden Türme abgerissen. Es verkam zum Lagerhaus. 1851 wurden die maroden Gebäude den Lutheraner zur Verfügung gestellt.

Zwei moderne Gebäude, natürlich außerhalb der historischen Altstadt: Das ACC, sprich Amberger Kongresszentrum und das Kurfürstenbad, welches mit sieben Becken für ungebremsten Badespaß sorgt.

Rathaus 09

 

Das Rathaus der kreisfreien Stadt mit dem reichgegliederten Giebel der Westfassade gehört zum im 14. Jahrhundert erbauten Teil. 

Was davor fehlt ist ein repräsentativer Stadtplatz, aber innerhalb mittelalterlicher Mauer war Raum  immer schon knapp.

 

Zahlreiche  Cafes und Gasthäuser laden zum Verweilen in der Altstadt ein. 

Durch die Altstadt fließt die Vils.

Der zweite Standort der Hochschule Amberg-Weiden befindet sich natürlich in der Nachbarstadt.

Das repräsentative Sportgelände. Die Fußballer allerdings spielen - für eine Stadt dieser Größe - ein paar Ligen zu tief.

Besonders stolz ist man in der Region auf die Hochschule für angewandte Wissenschaften  Unmittelbar am Rand der Innenstadt, ganz in der Nähe des einstigen Jesuitenkollegs, hat man das ehemalige Kasernengelände zu einer attraktiven Ausbildungsstätte umfunktioniert. 

Hochschule 09

Dreifaltigkeitskirche 09 Groß, aber mehr ein Zweckbau ohne wesentliche Ausschmückungen, so stellt sich die Dreifaltigkeitskirche im Osten der Stadt dar. Bedingt durch die Inflation war beim Bau 1923 nicht mehr drin.

Geschichtlich interessanter ist das oben im Luftbild ersichtliche Dreifaltigkeitskircherl. 

1514 wurde es für die Leprakranken erbaut. Damit sollte auch den abgesonderten Aussätzigen wenigstens ein Kirchenbesuch möglich sein. Hinzu kam noch ein angrenzender Leprosenfriedhof, der erweitert heute der Dreifaltigkeitsfriedhof ist.


Am östlichen Stadtrand erhebt sich der Maria-Hilf-Berg mit der sehenswerten Wallfahrtskirche Maria-Hilf.

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