Reichenau
Luftbild Laumer

| Wo die Straße endet
und man zur Weiterfahrt umkehren muss. Reichenau liegt direkt an
der tschechischen Grenze im Osten. Und im Westen und Norden
schließen die Wälder um den Waidhauser Sulzberg die Rodungsinsel
ab. |
| Früher war
es ein langer
Fußmarsch bis zum nächsten Dorf nach Frankenreuth
bzw. Waidhaus, oder ins böhmische
Neuhäusl wollte man aus der
Abgeschiedenheit heraus.
Das kam aber selten vor, denn man hatte alles
selbst im Dorf: Kirche, Schule und ein Wirtshaus.
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| Um 1585 wurde
nachweislich die erste Glashütte errichtet. Pottasche und
Holzkohle, sowie Quarzsand waren als Rohstoffe vorhanden. Die
Wasserkraft nutze man zum Antrieb der einfachen Maschinen. Als
Selbstversorger musste man die Flächen ringsum roden und
landwirtschaftlich nutzen. 1697 wurde die Glashütte aufgegeben.
Im 19. Jh. versuchte man es mit der Herstellung von Holzlöffeln.
Schlimme Zustände herrschten in den ersten Jahren nach 1945, als
sich ein Flüchtlingsstrom über die Dörfer an der Grenze ergoss.
Zu Zeiten des Eisernen Vorhangs
bestand in Reichenau eine "wichtige" Station der
Grenzaufseher. Diese gab es allerdings auch schon früher, nicht
umsonst, denn geschmuggelt haben die Reichenauer schon von jeher.
Nicht aus Profitgier, sondern einfach aus der Not heraus. Das
bisschen Landwirtschaft ernährte die oft große Familie mehr
schlecht als recht.
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Bis 1931 mussten die
Reichenauer Jahrhunderte lang nach Neuhäusl zur Kirche gehen. Erst
jetzt konnte der 1928 in Zeiten der großen Rezession begonnene Bau
der kleinen Kirche "St. Johannes der Täufer"
fertig gestellt werden.
Großes Engagement der
Dorfgemeinschaft erforderten die Renovierungen.
Reichenau gehört zur Gemeinde Waidhaus. |
Reinhardsrieth
| Auf der Westseite des
Sulzberges bei Waidhaus liegen vereinzelt und früher ziemlich einsam einzelne Bauernhöfe und
Weiler. Der Blick schweift hier von Süd nach Nord. Am rechten
Bildrand erkennt man Berghaus,
in der Mitte Reinhardsrieth. Jenseits des Waldes liegen verstreut Siedlungen der Gemeinde Georgenberg.
Wer auf seinen Wanderungen die Einsamkeit sucht - hier kann man
sie finden, im Land an der Grenze.
Gehen Sie durch das
Naturwaldreservat am Pleysteiner Sulzberg - im Luftbild rechts ist
der Wersthang noch zu sehen - hinauf auf den 755 m hohen Gipfel. Am
besten am Karfreitag, wenn die Kirchenglocken schweigen, dann
werden Sie, wenn in der Waidhauser Kirche gerade Wandlung ist, den
Eingang zu einer Höhle mit großen Schätzen entdecken. So
jedenfalls die Sage. Tatsächlich wurde im 16.
Jahrhundert dort - angeblich - Gold geschürft.
Oder wie wäre es, dieses Land vom
Rücken eines Pferdes zu erkunden? Organisierte Ausritte gibt es
ab Berghaus. |
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