Naturpark Steinwald                                      Luftbild Laumer 

Steinwald 09

Der Höhenzug des Steinwaldes von Süden mit Blick über die Stadt Erbendorf.



Schier endlos zieht sich der dunkle Wald über die Höhen. Im Herbst lockern die Lärchen und wenigen Laubbäume als bunte Tupfer das Grün auf. Der Wanderer findet ein gut markiertes Netz von Wegen und lernt hier die Oberpfalz in ihrer Ruhe und Abgeschiedenheit kennen.

Der Steinwald ist mit einer Fläche von 246 Quadratkilometer der kleinste bayerische Naturpark

Als 900 Meter hoher Granitrücken, mit der Platte als höchstem Gipfel, erhebt er sich eindrucksvoll aus seiner Umgebung.  

Doch was ist ein Naturpark? 

In Prospekten der Tourismuswerbung wird mit diesem zugkräftigem Etikett kräftig geworben. Dabei darf man - wie geflissentlich übersehen - Naturpark und Nationalpark nicht verwechseln.

Steinwald 09

Naturpark ist laut Gesetz ein mindestens 200 qkm großes Gebiet mit naturräumlicher Gliederung, das bereits weitgehend als Landschaftsschutzgebiet festgelegt ist. Es soll sich wegen seiner landschaftlichen Vorraussetzungen für umweltverträgliche Erholungsformen besonders eignen. Eine ziemlich unverbindliche Formulierung. Im Prinzip heißt das, dass hier so gut wie keine baulichen, gewerblichen oder touristischen Nutzungen verboten sind - außer neue Flughäfen z. B. 

Steinwald 2013

Am Fuße des Steinwaldes nordöstlich von  Pfaben steht die aus Granitplatten 1947 - 1950 erbaute Steinwaldkirche St. Peter

Die Häuser im Vordergrund gehören zum Kirchdorf Wäldern.

Als Wanderer hat man vom 33 Meter hohen Oberpfalzturm auf der Platte (Höhe 946 m) einen herrlichen Ausblick nach Süden über den Oberpfälzer Wald.

Oberpfalzturm 2010

Steinwald  Saubadfelsen 07

Saubadfelsen, Vogelfelsen,  Räuberfelsen, Teufelsfelsen so werden die aus dem Urgestein erodierten  Felstürme genannt, die wie weiße Finger aus dem Grün der Wälder herausleuchten.

Vom Oberpfalzturm führt ein knapp drei Kilometer langer Wanderweg ostwärts zur 

> Burgruine Weißenstein

An Sonnentagen ein leuchtend weißer Fleck im Grün des Steinwaldes ist sie schon von Weitem auszumachen.

Neben dem Oberpfalzturm ein zweiter, schöner Aussichtpunkt im Steinwald.

Das Luftbild zeigt die Einöden von West nach Ost::
Napfberg
, Lochermühl und Grenzmühl (im Tal des Grenzbaches), Hohenwies, Bärnhöhe, 

Steinwald 2011

Hier in der Nähe ragt aus dem Fichtenwald einer der markanten Granitfelsen heraus: der Teufelsstein.

Der Sage nach beabsichtigte  der Teufel den Bau der (späteren) Wallfahrtskirche in Fuchsmühl zu verhindern, indem er ihn mit einem Felsen zerschmettern wollte.  Auf dem Weg dorthin begegnete er einer Frau mit alten Schuhen auf dem Rücken. Der Teufel fragte die Frau, wie weit es noch bis Fuchsmühl sei. Die zeigte ihm nur die durchgelaufenen Schuhsohlen, worauf der Teufel ob des noch so weiten Weg im Zorn den Felsen an Ort und Stelle zu Boden warft. Und dort liegt er noch heute.

Es war eine harte, entbehrungsreiche Zeit als die ersten Siedler hier am Osthang des Steinwaldes Lichtungen schlugen, um dem kargen Boden ein paar Morgen Ackerland abzuringen.

Ein ganz anderes Problem ist heute aktuell: Wer übernimmt die Hofstelle? Die Jungen ziehen fort, zurück bleibt die ältere Generation bewohnt und bewirtschaftet noch z. T. die Hofstelle. Doch wie lange noch?

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