St. Barbara auf dem Eixlberg                      Luftbild Laumer 

Eixlberg 07

Es begab sich vor langer Zeit, dass Holzfäller auf dem dicht bewaldeten Eixlberg (auch Eixelberg, Euxelberg) tätig waren. Zufällig entdeckte einer der Tagelöhner auf einem alten Baumstumpf ein geschnitztes Bildnis einer Frau. Natürlich erzählten sie die Geschichte weiter und folglich suchten Andere die Stelle auf. Das Bildnis erwies sich als das der Hl. Barbara. Fürbitten wurden erhört und so beschloss man das Schnitzbild in die Pfarrkirche nach Pfreimd zu transportieren.
Eixlberg 08 Das Luftbild zeigt von Nordwesten das Naabtal mit der Stadt Preimd. Davor liegt der  517  Meter hohen Eixlberg mit der Wallfahrtskirche St. Barbara.

Die Kirche ist nicht allgemein geöffnet. Als Wallfahrtskirche besitzt sie heute keine Bedeutung mehr.

Zwei Mal im Jahr findet das Eixelbergfest mit Gottesdienst statt.

 Auch als Hochzeitskirche wird das Gotteshaus noch genutzt.

Allerdings war es am anderen Tag wieder verschwunden und wurde eben an der Fundstelle wieder entdeckt. Jetzt überführte man es in einer feierlichen Prozession abermals nach Pfreimd und stellte es unter sorgfältige Bewachung. Doch kurze Zeit später stand es erneut auf dem Baumstumpf oben auf dem Eixelberg.

Diese Begebenheit, so weiß es die Legende, deutete man als klares Zeichen, dass die Hl. Barbara nur an diesem Orte verehrt werden mochte. Deshalb ließ der Graf von Leuchtenberg anno 1342 eine kleine Kapelle errichten, worin man das Bildnis aufbewahrte. Grausam mag es am Heiligen Abend 1621 zugegangen sein. Die Mansfeldschen Truppen plünderten damals nicht nur Pfreimd, sondern zerstörten auch die Kapelle auf dem Eixelberg und raubten die Glocken. Vier Jahre später baute man eine neue Kapelle.

Der Pilgerstrom  wuchs in der gläubigen Bevölkerung so stark an, dass man in Jahre 1700 eine "große, herrliche" Kirche erbauen und das Bildnis auf dem Choraltar aufgestellt werden konnte. 

Eixelberg 2009 Sehenswert in der Kirche ist heute u. a. der Hochaltar mit vier gewundenen Säulen und reichen Schnitzereien. Das Gnadenbild befindet sich nicht mehr in der Kirche. 

Im Luftbild ist rechts die Loretokapelle zu erkennen, ein schmuckloser Bau aus den Jahre 1670. 

Darunter die Wanderklause des OWV, Sektion Pfreimd. Dieses Gebäude war einst das Mesnerhaus. 

Geben Sie sich der beklemmenden Stimmung an einem nebeligem Novembertag hin, wenn Sie allein durch die immer weniger bunten Wälder zum Eixlberg gewandert sind. Vielleicht erkennen Sie dann auch an einem Baumstumpf ein Motiv.

St. Barbara auf dem Eixlberg 06

Wer eher die fröhliche Stimmung eines Frühlingstages bevorzugt, sollte in dieser Jahreszeit den Weg auf den Eixelberg finden.

Eixelberg 2010

Welches Bild könnte treffender den alten, leicht abgewandelten, Spruch belegen: "Alles Grün (neu) macht der Mai"?

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