Leuchtenberg                              Luftbild Laumer   

Leuchtenberg

Beleuchtet von den letzten Sonnenstrahlen hebt sich die Burgruine Leuchtenberg nochmals kontrastreich aus dem Dunkelgrün des Oberpfälzer Waldes, während die Berge an der Grenze zu Tschechien schon im aufziehenden Nebeldunst verschwinden. Konträr dazu, wenn bei klarer Herbstluft nur der Horizont die Sicht beschränkt.

Leuchtenberg 2013

Ein ganz anderes Bild bietet die Bergkuppe mit dem Markt, wenn die Strahlen einer milden Herbstsonne die Pracht der Laubfärbung zum Leuchten bringen. Ist man da nicht versucht, den Namen Leuchtenberg wörtlich zu nehmen? 

Leuchtenberg 2013

Der Markt Leuchtenberg  wird geprägt von der größten Burgruine der Oberpfalz. Die Leuchtenberger waren lange Zeit ein sehr einflussreiches Adelsgeschlecht. Viele Angehörige gingen am kaiserlichen Hof ein und aus. 

1196 begann der politische Aufstieg, als sie zu Landgrafen erhoben wurden. Im 15. Jahrhundert stiegen sie sogar zu Reichsfürsten auf. Nach dem Aussterben des Geschlechts im Jahr 1646, ihre Residenz hatten sie inzwischen nach Pfreimd verlegt, trat Bayern ihr Erbe an.

Zerstörungen durch die Hussiten (1421), schwedische und kaiserliche Truppen (1634) und ein Großbrand 1846 ließen von der einstigen Pracht nur mehr Ruinen übrig. Diese aber wurden aufwändig restauriert und bieten dem Besucher bei Führungen einen guten Einblick in die einstige Bedeutung dieser Festung.

Burg Leuchtenberg 2014

Theater Leuchtenberg 2014 Im Sommer finden im Burghof Theateraufführungen statt. Das Landestheater Oberpfalz hat im Rahmen der "Burgfestspiele Leuchtenberg" sowohl klassische als auch bayerische Stücke im Programm. Für Kinder gibt es spezielle Aufführungen.

Historisch interessant ist auch die Burgkapelle. Leider ist von ihrer einst reichen Ausstattung nur mehr wenig vorhanden. Im Zuge der Säkularisation wurde sie 1804 regelrecht geplündert.

Um die Burg erstreckt sich der Ort. Die Hanglage hat eine weitere Ausbreitung durch Ausweisung von Baugebieten wie in Nachbargemeinden verhindert. Leuchtenberg bietet ein intaktes, harmonisches Ortsbild. 

Leuchtenberg 2010
Zu einem harmonischem Ortsbild gehört natürlich die Pfarrkirche. Eine Vorgängerkirche wurde bereits 1124 geweiht. Das heutige Gotteshaus geht auf einem Bau von 1844 zurück, da ein Brand den Markt verwüstet hatte.  
2007/2008 renoviert, erstrahlt St. Margareta wieder in alter Frische, auch oder gerade an einem wolkenverhangenen Regentag, an dem diese Aufnahme entstand.

Leuchtenberg 2010

 Am Rande vermerkt 

Die Lage von Burg Leuchtenberg über dem Luhetal hat schon vor 150 Jahren auch dem bayerischen Märchenkönig Ludwig II. so gut gefallen, dass er sie als Standort ernsthaft für eines seiner Schlösser in Erwägung zog. Dazu hätte aber der Ort samt Burgruine abgerissen und die Häuser an anderer Stelle wieder aufgebaut werden müssen. Dies lehnten die Leuchtenberger damals entschieden ab. 
So kam es, dass Schloss Neuschwanstein nicht in der Oberpfalz, sondern im Allgäu gebaut wurde.

1646 endete die Geschichte der Landgrafen, doch 1817 verlieh der bayerische König Ludwig I. seinem Schwiegersohn den Titel "Herzog von Leuchtenberg".

Heute erinnert das Leuchtenberg-Palais in München (Finanzminis-
terium), der Marinsky-Palast in St. Petersburg, die Residenz der deutschen Botschaft in Paris (Palais de Beauharmais), Schloss Seeon am Chiemsee und andere Schlösser an die Zeit dieser "nicht original" Leuchtenberger.

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