Tännesberg                                      Luftbild  Laumer   

Tännesberg 2011

Herbst im Oberpfälzer Wald: Am Westhang des Schlossberges an der B 22 liegt der Markt Tännesberg. 

Tännesberg 08

Blick aus Südosten über den Ort. Links am Horizont der Hochspeicher Rabenleite.

Die belegte Geschichte des Ortes geht zurück bis 1150, wobei man annimmt, dass die germanische Besiedelung schon Ende des 10. Jahrhunderts begonnen haben dürfte.
Die Marktrechte wurden 1412 verliehen.

Überregional bekannt ist der Jodokritt, die zweitgrößte Pferdewallfahrt in Bayern. 

Doch Tännesberg bietet seinen Besuchern weitaus mehr, u. a  einen geologischer Lehrpfad, einen Obstlehrpfad und für Sportliche einen Hochseilgarten.

Die Wallfahrtskirche St. Jodok am östlichen Ortsrand von Tännesberg.

Jodikkirche 2010

Der Jodokritt geht auf eine große Viehseuche im  Jahr 1796 zurück. 
Die Tännesberger Bürger und Bauern gelobten damals, alljährlich in feierlicher Pferdeprozession zur Wallfahrtskirche St. Jodok zu ziehen. 
Tatsächlich klang die Seuche allmählich ab. 

Als Traktoren die Tiergespanne ablösten, es immer weniger Pferde gab, schlief die Wallfahrt ein.

1950 ließ man die alte Tradition aber auferstehen. Seitdem findet der Jodokritt - und ein Marktfest dazu - jeden vierten Sonntag im Juli statt.

Schon im frühen Mittelalter stand hier eine Kapelle, zu der die Gläubigen in der Hoffnung auf Heilung von Krankheiten und Bewahrung vor Seuchen pilgerten. Eine richtige Wallfahrtskirche wurde jedoch erst im 15. Jahrhundert errichtet - urkundlich belegt ist eine Wallfahrt erst 1550. 
Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Kirche, wie vieles, total zerstört. Doch der Strom frommer Pilger zu diesem Ort riss deshalb nicht ab.
1690 erst konnte die neue St. Jodokkirche - so wie sie heute aussieht - konsekriert werden. Mehrere Renovierungen, die letzten 1976 und 1981 erhielten den Glanz dieser Wallfahrtskirche bis in die heutige Zeit.  

Tännesberg Mitte 09

Die katholische Pfarrkirche St. Michael mit dem 38 Meter hohen Kirchturm beherrscht das Ortsbild. Schon im 12. Jahrhundert stand hier eine Kirche. Plünderungen und Brände haben den Ort mehrmals verwüstet. Beim letzten großen  Brand 1826 wurde auch die Kirche vollständig zerstört. Schon 1829 war dann der Wiederaufbau abgeschlossen. Mehrere Renovierungen ließen den Glanz dieses in Rokoko gehaltenen Gotteshauses erhalten.
Die Sportanlagen des TSV Tännesberg.

 

Der Schlossberg am nordöstlichen Rand von Tännesberg, im Mittelalter stand hier eine Burg, bietet vom "Gipfelkreuz" einen wunderschönen Ausblick auf die bunte Herbstlandschaft der Oberpfalz. Leider ist es nur eine Momentaufnahme. Der nächste Herbststurm macht all das Feuer wieder für ein Jahr aus.

Sportplatz 08

 

Schlossberg 07

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