Wörth an der Donau                      Luftbild Laumer  

Schloss Wörth 2016

In der Mitte zwischen Regensburg und Straubing, an der südlichen Grenze der Oberpfalz, liegt an der Donau, oder korrekter  gesagt, an der Autobahn das Städtchen Wörth. 

Markant überragt das Schloss den 3000 Einwohner zählenden Ort.

Zur Sicherung der Handels-
wege wurden im frühen Mittelalter zahlreiche Burgen an strategisch wichtigen Orten errichtet. 1264 ist hier erstmals eine Festung urkundlich belegt. Im 16. und 17. Jhd. wurde die Anlage zu einem Schloss im Stile der Renaissance umgebaut. 

Altersheim 2016

 

Im Hochmittelalter gehörte der Besitz den Bischöfen von Regensburg, die die Anlage jedoch mehrmals verpfänden mussten. 

Seit 1433 wieder im Besitz der Bischöfe, nutzen diese Vertreter Gottes sie auch als repräsentative Residenz.

Pfalzgraf Johann, ein Bistumsadministrator, ließ die Burg dann ab 1522 umfassend umgestalten - dem Zeitgeist folgend und auch wohl der Bequemlichkeit wegen zu einer schlossähnlichen Festung. 

1812 ging Schloss Wörth an das Fürstenhaus derer von Thurn und Taxis über, als Entschädigung für deren Verlust der Postrechte.

1978 verkauften sie das Schloss. Nach einer weiteren innenarchitektonischen Umgestaltung dient es heute als Seniorenheim. 
Ein Schloss als Altersruhesitz!

Die Besichtigung der Innenhöfe ist jederzeit möglich, das Innere der Gebäude nur mit Führung. Das Rondellzimmer ist für Trauungen eingerichtet. Die „Schlossgalerie Wörth“ im Keller des alten Bergfrieds zeigt jährlich mehrere Ausstellungen.


Mönche des Klosters St. Emmeram in Regensburg gründeten um 750 ein Kloster. Schon im frühen Mittelalter wurde es zerstört und nicht wieder aufgebaut. Was blieb war die Kirche, geweiht dem Hl Petrus.

Die heutige Kirche fundiert auf einem romanischen Bau des 13. Jhd. 

Der Bau wurde mehrmals erweitert und umgebaut - dem Zeitgeist entsprechend im gotischen und zuletzt barocken Stil.

Marktmitte 2016
Der Zwiebelturm wurde nach einem Brand 1841 durch einen Spitzhelm mit Kreuz ersetzt. Bei der Modernisierung im neugotischen Stil übertünchte man die barocken Wandmalereien, ein neuer Hochaltar kam hinzu.

Kiefenholz

Kiefenholz 2016
Ob der Gäuboden zwischen Straubing und Deggendorf liegt oder schon kurz nach Regensburg beginnt sei dahingestellt. Die Donau schlängelt sich trotz Ausbau für den Schiffsverkehr noch in zahlreichen Schleifen durch das flache, fruchtbare Land. Der Blick geht über Kiefenholz, Gemeinde Wörth, nach Süden. Im Bild noch die Autobahnbrücke bei Wiesent.
Der Ortsname leitet sich vom Personennamen cirpius ab. Die Basis des Kirchturms stammt noch aus dem Mittelalter (erste Erwähnung 1146), der übrige Bau geht in das 17. und 18. Jhd. zurück.

Wiesent

Schloss Wiesent 2014
Wiesent 2016

Schloss Wiesent wurde 1695 wieder aufgebaut. Heute befindet es sich in Privatbesitz. Wohnungen und Geschäfte nutzen die Räumlichkeiten.

Das Gemeindedorf mit rund 2500 Einwohnern liegt unmittelbar nordwestlich von Wörth an der Donau.

Als Highlights sollen hier hervorgehoben werden: 

*   Erste Erwähnung in einer Schenkungsurkunde im Jahr 780 
*    Schloss 
*    Nepal-Pavillon 
*    Kruckenberg, mit einer 1300jährigen Weinanbau-Tradition

Das von zwei Türmen flankierte Barockschloss ist ein Bau des Grafen von Lintelo um1695. 
Ein Vorgängerbau wurde im Dreißigjährigen Krieg von den Schweden 1633 teilweise zerstört und 1648 von den Österreichern nochmals geplündert. 

Schloss + Kirche 2016

Nepal-Pavillon

Nepal Pavillion 2014

Einen km nördlich von Wiesent befindet sich dieses außergewöhnliche Gebäude, so gar nicht zum Baustil der Oberpfalz passend.

Es kostete die Unternehmerfamilie Wirth einige Überzeugungsarbeit, bis dieser nepalesische Tempel im Vorwald, hoch über der Donau aufgestellt werden konnte.
Zur expo 2000 in Hannover war es der Landes-
beitrag des kleinen Himalaya-Staates - ein Besuchermagnet mit über 3,5 Millionen Besuchern.

Nach Ende der Weltausstellung wurde der Tempel wieder in seine Einzelteile zerlegt und ... wohin damit? Nach langem Hin und Her konnte er 2003 auf dem Waldgelände oberhalb Wiesent aufgebaut werden. Er ist seitdem wieder für die Öffentlichkeit zugänglich - nicht als Ort fernöstlicher Religiosität, sondern um bei einem Rundgang unter den geschnitzten Symbolen des Buddismus und Hinduismus Ruhe und Entspannung finden zu können.

2012 kam ein Chinagarten hinzu. Auf diesem Nebengelände steht ein chinesischer Pavillon, eine Brücke und ein Ehrentor mit 6 Glocken, ein Nachguss der ältesten Glocken der Welt aus dem Glockenmuseum in Běijīng (Peking)

Guteneck