Edelsfeld liegt im
nordwestlichen Teil der Oberpfalz, etwa 10 km nördlich von Sulzbach-Rosenberg.
Ein gewachsenes, in sich
geschlossenes Dorfbild, trotz vieler Neubauten, wo die Kirche noch
tatsächlich den Mittelpunkt darstellt:
Edelsfeld zeigt, dass es mit
durchdachter Planung nicht zu einer Zersiedelung kommen muss.
Im Luftbild die
katholische Pfarrkirche St. Stephanus. Das von der Obrigkeit aufgesetzte
Simulatneum wollten die Edelsfelder Katholiken schon lange durch den
Neubau einer eigenen Kirche ausschalten. Doch es fehlte hundert
Jahre lang an Geld.
Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts
übergab man die Dorfkirche ganz den Lutheranern und ließ sich auf
das finanzielle Abenteuer eines Neubaus ein. Nachdem die alte Kirche wegen
Baufälligkeit gar geschlossen werden musste, begann man 1910 trotz
ungesicherter Finanzen mit dem Bau.
Allein der Baustil des
Kirchenturmes verrät, dass es sich bei dieser St. Stephanus um die
ältere der beiden Kirchen in Edelsfeld handelt. Ihre Gründung geht
bis ins 12 Jahrhundert zurück. Der romanische Eingang zum Turm
stammt noch aus dieser Zeit.
Nach Auflösung des Simultaneums
wurde der Innenraum gründlich im Sinne des Protestantismus
umgestaltet.
Eine grundlegende Renovierung nach
dem 2. Weltkrieg erhielt die Bausubstanz bis heute.