Ensdorf                            Luftbild Laumer

Ensdorf 2013  

Die Vils, von Amberg kommend, schlängelt sich an Ensdorf  vorbei. Sie mündet bei Kallmünz in die Naab. Nordwestlich erstreckt sich das große Waldgebiet des Hirschwaldes, ein anerkannter Naturpark.

Kulturelles Zentrum von Ensdorf ist die Klosteranlage. 1121 erfolgte die Gründung. Der Ort selbst ist urkundlich bereits 1028 erwähnt. Aus- und Umbauten ließ das Benediktinerkloster zu einem wichtigen Zentrum im Vilstal werden. Ein Brand 1507 setzte der Herrlichkeit allerdings ein Ende. Erst 200 Jahre später sah man sich in der Lage, wieder großzügig zu planen.1717 konnte die jetzige Kirche eingeweiht werden. Wie so viele Klöster wurde es auch in Zuge der Säkularisation 1802 aufgelöst.

Kloster Ensdorf 2014

1920 übernahmen die Salesianer Don Boscos die Klosteranlagen. Heute nutzt man es vorwiegend als Bildungshaus für die Jugend. Es ist ein Haus der Begegnung und Einkehr. 
Orientierungstage und Aufenthalte von Schulklassen bilden das Hauptaugenmerk. Ein breites Spektrum an ökologischen und musischen Themen ergänzt das Angebot.

Die ehemalige Benediktiner-Klosterkirche, deren Planung wohl auf den berühmten Barockbaumeister Wolfgang Dienzenhofer zurückgeht, beeindruckt mit einem mit Statuen geschmückten Portal. Die Kirche selbst ist reich ausgeschmückt mit Fresken von Cosma Damian Asam.  Eine besondere Sehenswürdigkeit ist hierbei die Sakristei.

Stefansturm Ensdorf 2014
Auf den ersten Blick unscheinbar neben den Klosteranlagen steht am Rand des alten Friedhofs der Stefansturm

Aufwändige Restaurationsarbeiten haben diese Rarität wieder in den Originalzustand gebracht.

Die Auswertung von Jahresringen (Dendrochronologie) ergab eine Datierung um 1075 als Kirchturm einer mittelalterlichen Holzkirche.  Der eigentliche Eingang, heute zugemauert, liegt knapp 2 m unter Erdniveau. Es war ein freistehender Kirchturm, ein Campanile, wie man ihn als "Mode" damals aus Italien kopierte.

Luftbilder von (15/18) Ortsteilen der Gemeinde  Dauching  Dornberg - Hirschwald - Hofstetten - Langenwies - Leidersdorf - Rannahof - Reindlhof - Ruiding - Schwabenhof - Seulohe - Thanheim - Uschlberg - Wolfsbach


Wallfahrtskirche der 14 Nothelfer

Eggenbergkirche 2010 Am Rande des Hirschwaldes, eine halbe Stunde Fußweg westlich von Ensdorf, liegt die Wallfahrtskirche der 14 Nothelfer auf dem Eggenberg - mit einer hervorragenden Akkustik.

Die jährliche Wallfahrt dorthin hat eine 300jährige Tradition.

Es genügte ein Marienbild an einem Baum, um im 17. Jahrhundert zahlreiche Bittsteller hierher zu locken. Aus dem Bild wurde bald ein stabiles Marterl und als dann ein Eggenberger Bauer Opfergeld und weitere Spenden sammelte, konnte er eine kleine Kapelle in Auftrag geben. Die Fertigstellung war um 1700. Als der Zustrom weiter anstieg und die Kapelle sich bald als zu klein erwies, ließ man sie erweitern. Das ist der heutige Mittelbau. 1793 kam noch der Altarraum hinzu.

Das im Hintergrund erkennbare Haus ist das um 1886 errichtete Mesnerhaus - neu renoviert natürlich.