.Ensdorf                                 Luftbild Laumer

Ensdorf 2023

Die Vils fließt von  Amberg kommend an Ensdorf vorbei. Bei Kallmünz mündet sie in die Naab. 
Im Nordwesten erstreckt sich das große Waldgebiet des Hirschwaldes, ein anerkannter Naturpark.
Kultureller Mittelpunkt Ensdorfs ist das Kloster.
Es wurde 1121 gegründet. Der Ort selbst wurde bereits 1028 urkundlich erwähnt.

Aus- und Umbauten ließen das Benediktinerkloster zu einem wichtigen Zentrum im Vilstal werden. Ein Brand 1507 und die Reformation beendeten jedoch die Blütezeit. Erst 200 Jahre später sah man sich wieder in der Lage, großzügig zu planen. 1717 konnte die heutige Kirche eingeweiht werden. Wie so viele Klöster wurde es 1802 im Zuge der Säkularisation aufgelöst.

Kloster Ensdorf 2014



1920 übernahmen die Salesianer Don Boscos die Klosteranlagen. Heute nutzt man sie vorwiegend als Bildungshaus für die Jugend. 

Die ehemalige Benediktiner- Klosterkirche, deren Planung wohl auf den berühmten Barock-
baumeister Wolfgang Dienzenhofer zurückgeht, beein-
druckt durch ihre mit  Statuen geschmück-
tem Portal. 

Die Kirche selbst ist reich ausgeschmückt mit Fresken von Cosma Damian Asam.  
Eine besondere Sehenswürdigkeit ist hierbei die Sakristei.

Kloster Ensdorf 2022

Es ist ein Haus der Begegnung und Einkehr. Orientierungstage und Aufenthalte von Schulklassen bilden das Hauptaugenmerk. Ein breites Spektrum an ökologischen und musischen Themen ergänzt das Angebot.

Auf den ersten Blick unscheinbar neben der Klosteranlage steht am Rande des alten Friedhofs der Stefansturm.

Die Auswertung von Jahresringen (Dendrochronologie) ergab eine Datierung des Baus um 1075 als Kirchturm einer mittelalterlichen Holzkirche. 
Der eigentliche Eingang, heute zugemauert, liegt knapp 2 m unter Erdniveau.

Es war ein freistehender Kirchturm, ein Campanile, wie man ihn damals als "Mode" aus Italien kopierte. 

Der Stefansturm gehört zu den ältesten Kirchtürmen Bayerns. Aufwändige Restaurationsarbeiten haben diese Rarität wieder in den Originalzustand versetzt. 

Luftbilder von allen Ortsteilen der Gemeinde  
Dauching  Dornberg
- Gözenöd - Hirschwald - Hofstetten - Langenwies
Leidersdorf
- Oberbernstein - Rannahof 
- Reindlhof - Ruiding - Schwabenhof
Seidlthal
- Seulohe - ThanheimThannlohe - Unterbernstein - Uschlberg - Wolfsbach


Wallfahrtskirche der 14 Nothelfer

Am Rande des Hirschwaldes, eine halbe Stunde Fußweg westlich von Ensdorf, liegt die Wallfahrtskirche zu den 14 Nothelfern auf dem Eggenberg - mit einer hervorra-
genden Akustik und optisch im Herbst ein Kontrast zum dunklen Grün des großen Waldge-
bietes.

Nebenan das um 1886 errichtete Mesnerhaus.

Die jährliche Wallfahrt hat eine 300jährige Tradition.

Es genügte ein Marienbild an einem Baum, um im 17. Jahrhundert zahlreiche Bittsteller anzulocken. Aus dem Bild wurde bald ein stabiles Marterl. Als ein Eggenberger Bauer Opfergelder und andere Spenden sammelte, konnte er eine kleine Kapelle in Auftrag geben.  Sie wurde um 1700 fertiggestellt. Der Zustrom der Pilger nahm weiter zu und die Kapelle erwies sich als zu klein, sodass sie erweitert wurde. Das ist der heutige Mittelbau. 1793 kam noch der Altarraum hinzu.