| Er litt arg an Gicht
der bedauernswerte Amtspfleger Panzer. Auf seiner Liegestatt soll
er oft die im Zimmer hängende Marienstatue um Hilfe angefleht
haben. Eines Nachts sagte ihm dann eine innere Stimme, er soll auf
dem Habsberg eine Kapelle errichten. Noch war er im Zweifel, wer hinter dieser rätselhaften Stimme stehen würde. Er wollte die Kapelle dem Heiligen weihen, dessen Heiligtum einer seiner Knechte von einem hohen Baum aus zuerst
erblicken würde. Der Knecht entdeckte, nach Osten spähend, die damalige Kapelle auf dem
Maria-Hilf-Berg bei Amberg. Nun
waren die Zweifel ausgeräumt. Er erwarb die Kuppe des Berges
und ließ 1680/82 eine Kapelle errichten. Die Marienfigur
aus seinem Haus wurde als Gnadenbild dorthin gebracht. Der Pfleger ließ sich als erster Wallfahrer auf den Berg tragen.
Die Überlieferung weiß zu berichten, dass der Mann dann von
seinem Leiden geheilt wurde.
Das sprach sich herum und weitere
Wunder geschahen. 1730 entstand schon eine größere Kapelle und
1760 wurde die stattliche Kirche "Maria heil den
Kranken" im Rokokostil erbaut. 1976 kam das Diözesanjugendhaus hinzu.
2007 wurde darin als letzte Erneuerung ein Umweltbildungs- und
Regionalentwicklungszentrum - das Haus Habsberg - eingerichtet.
Der Habsberg liegt etwa 13 km
Luftlinie östlich von Neumarkt. |