Trausnitz                                     Luftbild Laumer

Trausnitz 2007


Frühling im Oberpfälzer Wald.

Leuchtend gelb stechen die blühenden Rapsfelder nach einem langen Winter aus dem aufkommenden Grün. 

Der Blick schweift nach Südosten über Trausnitz mit dem Talspeicher der Pfreimd bis zum 835 Meter hohen Frauenstein mit den wenigen Überresten einer einstigen Burg am Horizont.


Eine historische Kostbarkeit ist die gut erhaltene Burg auf einem steil aufragendem Fels über dem Pfreimdtal: Trausnitz im Tal - 
 
zur Unterscheidung von Burg Trausnitz bei Landshut.

Der Baubeginn ist nicht genau datierbar, dürfte jedoch im 12. Jahrhundert liegen. 
1255 wurde sie zur herzoglichen Residenz ausgebaut. 

Die Wittelsbacher erweiterten in den folgenden Jahrhunderten die Burg. 

Im 18. Jahrhundert verlor sie immer mehr an Bedeutung.

1993 wurde die schon arg in Mitleidenschaft gezogene Anlage saniert und dabei zu einer Jugendherberge umgebaut.

Burg Trausnitz 2014
Jugendherberge 2014

Neben der Burg befindet sich das Feldschlössl. 1997 modernisiert, ist es nun Teil der Jugendherberge.

Ob ihres berühmten Gefangenen bekommt die Burg sogar Erwähnung in den  Geschichtsbüchern. Bei der angeblich größten Ritterschlacht des Mittelalters bei Mühldorf, es ging um die kaiserliche Krone zwischen den Wittelsbachern und Habsburgern, wurde Friedrich der Schöne gefangen genommen und 1322 für knapp drei Jahre hier eingekerkert, Hausarrest würde man heute zu diesen moderaten  Haftbe-
dingungen sagen. 

1326 kam es in Trausnitz zur Versöhnung mit Ludwig dem Kaiser in der ein Jahr zuvor an den Sachsenturm angebau-
ten Versöhnungs-
kapelle.

Kirche, Sachsenturm 2015

Die Pfarrkirche von Trausnitz wurde 1891/92 im neugotischen Baustil errichtet und dem Hl. Josef geweiht. Die alte Kirche - in Verlängerung der heutigen Versöhnungskapelle - wurde abgerissen. 
Der Sachsenturm ist ein Rest dieser uralten Kirche.

Historisch interessant ist dieser zinnenbewehrte Turm. Der Sachsenturm, wie er genannt wird, ist ein Hinweis auf die Entstehung von Trausnitz. 

Einst hieß der Ort Sachsenkirchen, denn es dürfte eine Ansiedlung zur Zeit der grausam blutigen Sachsenkriege (772 - 804) unter Kaiser Karl I. gewesen sein.

Als Schutz vor räuberischen Reitervölkern dienten solche Flucht- und Fliehburgen im Mittelalter der Bevölkerung der Oberpfalz als letzte Zuflucht.

Neben dem Sachsenturm steht die Versöhnungskapelle. Sie stammt aus dem Jahr 1325.  An ihrer Stelle stand eine der ältesten Kirchen der Oberpfalz, die Sachsenkirche. 

Diese wurde 1325 abgerissen und durch den noch heute stehenden Bau ersetzt. Diese Kirche diente allein dazu, die Versöhnungszeremonie zwischen Kaiser Ludwig und Friedrich dem Schönen in würdigem Rahmen ablaufen zu lassen.




Die Gemeinde Trausnitz hat rund 1000 Einwohner. 

 

Primär zur Stromgewinnung und Hoch-
wasserregulierung wurde das Flüsschen Pfreimd aufgestaut. 

Am Ufer des Talspeichers mit dem E-Werk liegt ein Campingplatz.
Freizeitmöglichkeiten: Baden, Bootsfahren, die abwechslungsreiche Hügellandschaft erwandern, z. B. zur Wallfahrtskirche bei Söllitz, oder das wild romantische Tal der Pfreimd hinauf zur Rabenleite.

Die Kraftwerksgruppe Jansen errichtete 1955 neben dem Talspeicher noch einen Hochspeicher, in den meist nachts mit sonst ungenutzter elektrischer Energie Wasser hochgepumpt wird, um in Spitzenzeiten wieder den Turbinen zur Stromerzeugung zugeführt zu werden.

Camping Trausnitz 2015

 Luftbilder von Ortsteilen der Gemeinde   
Atzenhof - Birlhof - Köttlitz - Oberpierlhof - ReisachSchweizerbach - Söllitz

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