Burgruine Frauenstein                       Luftbild Laumer  

 Frauenstein 2012

Der Frauenstein ist eine Gebirgskette zwischen Oberviechtach im Westen und 'Weiding, Tiefenbach im Osten und besteht aus mehreren Gipfeln. Frauenstein (835 m), Signalberg (888 m), Schlagstein (818 m) und Buchsberg (781 m) sind die  höchsten Erhebungen. Am Westausläufer liegt der Ort Pondorf. 

Burgruine 2012

In der Mitte zwischen dem Frauenstein und dem Signalberg stand einst eine Burg. Erwähnt ist sie erstmals im herzoglichen Salbuch um 1270. Doch schon um 1580 wird sie als "öd und zerbrochen" beschrieben. Zwar mag sie schwer einnehmbar gewesen sein, doch wer wollte hier oben in Einsamkeit bei Kälte und oft schneidendem Ostwind schon hausen? Strategisch spielten Burgen ab der beginnenden Neuzeit ohnehin keine rolle mehr.

Burg Frauenstein ist einer der vielen mystischen Orte im Oberpfälzer Wald. Weil immer wieder wertvolle Rohstoffe, darunter auch in sehr bescheidenem Ausmaße Gold, gefunden und abgebaut wurde, rief das Neid und die Missgunst hervor. 

Festungen sollten daher die Schätze vor gnadenlosen Banditen und Wegelagerern schützen. 
Noch soll ein solcher Schatz irgendwo unter der heutigen Ruine auf seine Entdeckung warten - so die Sage. Die Hoffnung außer Pilzen und Beeren etwas zu finden ist jedoch realistisch gleich Null. 

Man muss sich schon genau orientieren, um die wenigen Mauerreste und den niedrigen, verfallenen Torbogen auf 875 m Meereshöhe zu finden. Im Sommer verdeckt das Laub der Buchen größtenteils die Aussicht, so dass der mühsame Aufstieg darin keine Belohnung bekommt.

Fast in Rufweite stand um dieselbe Zeit Burg Altenschneeberg. Nur eine Gebirgskette östlich steht auf dem Reichenstein bei Stadlern die nächste Ruine. Oberpfalz - das einstige Burgenland.

Burgstall Altenschneeberg

Altenschneeberg 2016

2016

Heute steht auf dem mit Gras bewachsenen, von Baumvegetation mühsam freigehaltenen Stelle, ein Gipfelkreuz. Einige Fundamentreste sind noch zu erkennen.

Der Schlossberg gehört zur Bergkette des Frauenstein. Das Dorf Altenschneeberg in der Gemeinde Tiefenbach liegt über 750 m hoch, wo oft der raue böhmische Ostwind drüberbläst.

Viel ist nicht mehr von der mittelalterlichen Festung hier einsam auf der Berghöhe zu sehen. Um 1200 dürfte nach vagen Quellen die Anlage errichtet worden sein. Mit dem Niedergang der Ritterschaft zu Beginn der Neuzeit verfielen viele dieser nicht mehr strategisch wichtigen Burgen. 1557 wird sie als "zerbrochen Burg-Stall" aufgeführt.

Guteneck