Johannisberg                                  Luftbild Laumer 

Johannisberg 07

Wahrscheinlich haben bereits die vor 1500 bis ca. 500 vor Christus hier lebenden Kelten die herbstliche Pracht der Laubfärbung bewundert, zumal der Anteil der Laubbäume damals noch weit höher lag als heute. Ihre Ringwallanlage auf dem 605 m hohen Johannisberg bei Freudenberg, neun Kilometer östlich von Amberg, ist noch gut erhalten.

Die Laubfärbung ist nicht jedes Jahr gleich - und ändert sich zudem noch bis zum Spätherbst.

Johannisberg 09

 

Um 800 n. Chr. besiedelten dann Bajuwaren die Gegend. 

Im Mittelalter stand ein kleines Kirchlein dort, zu dem schon Wallfahrten stattfanden. 

Dem Pfalzgrafen Friedrich V. als strengem Calvinistern galt dieses "Menschenwerk als Versuch, die Souveränität Gottes zu beeinträchtigen". Kurzerhand ließ er 1594 die Kirche sprengen. 

Ein halbes Jahrhundert später (1652) wurde die Kirche  auf dem Johannisberg wiedererrichtet.

Heute ist sie ein beliebtes Wanderziel. Ende Juni wird jedes Jahr das Johannisbergfest gefeiert.

Vielleicht wandern Sie ja an einem sonnigen  Herbsttag zur Kirche hinauf und freuen sich über die Farbenpracht, welche die Natur verschwenderisch verstreut.

Eine Aussicht von dort können Sie allerdings nicht genießen. Zu hoch ist der Baumbestand, um noch auf Amberg hinüberschauen zu können. 

Da müssten Sie schon bis zur Turmspitze der Wallfahrtskirche St. Johannes Baptista hinaufsteigen können - oder eben Drachenflieger sein!

Kirche 07

Wenn Sie den Johannisberg kennen, wollen Sie sicher auch das Johannisthal anschauen. Wissen Sie auf Anhieb wo das liegt? Und wie wäre es mit Johannismühle? Und bei Oberviechtach gibt es gleichfalls einen Johannisberg mit einer Wallfahrtskirche!

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