Johannisberg  bei Amberg                                Luftbild Laumer 
> Johannisberg bei Oberviechtach

Johannisberg 2017

Wahrscheinlich haben bereits die vor 1500 bis ca. 500 vor Christus hier lebenden Kelten die herbstliche Pracht der Laubfärbung bewundert, zumal der Anteil der Laubbäume damals noch weit höher lag als heute. Ihre Ringwallanlage auf dem 605 m hohen Johannisberg bei Freudenberg, neun Kilometer östlich von Amberg, ist noch gut erhalten.

Um 800 n. Chr. besiedelten Bajuwaren die Gegend. Im Mittelalter stand ein kleines Kirchlein dort, zu dem schon Wallfahrten stattfanden. 

Dem Pfalzgrafen Friedrich V. als strengem Calvinistern galt dieses "Menschenwerk als Versuch, die Souveränität Gottes zu beeinträchtigen". Kurzerhand ließ er 1594 die Kirche sprengen. Ein halbes Jahrhundert später (1652) wurde die Kirche  auf dem Johannisberg wieder errichtet.

Heute ist die Kirche ein beliebtes Wanderziel. Ende Juni wird jedes Jahr das Johannisbergfest gefeiert. Vielleicht wandern Sie ja an einem sonnigen Herbsttag zur Kirche hinauf und freuen sich über die Farbenpracht, welche die Natur verschwenderisch verstreut. Eine Aussicht von dort können Sie allerdings nicht genießen. Zu hoch ist der Baumbestand, um noch auf Amberg hinüberschauen zu können. Da müssten Sie schon bis zur Turmspitze der Wallfahrtskirche St. Johannes Baptista hinaufsteigen können - oder eben Drachenflieger sein!

Johannisbergkirche 2013

Ein Feuerwerk sich täglich verändernder Farben zaubert der Herbst jedes Jahr auf den Johannisberg. Leider oft nur für wenige Tage, denn der nächste Herbststurm fegt alles dahin. Wie schön, dass solche Wunderwerke der Natur in Bildern dauerhaft festgehalten werden können.

Wallfahrtsjirche 2017

Wenn Sie den Johannisberg kennen, wollen Sie sicher auch das Johannisthal anschauen. Wissen Sie auf Anhieb wo das liegt? 
Und wie wäre es mit Johannismühle? Und bei Oberviechtach gibt es gleichfalls einen Johannisberg mit einer Wallfahrtskirche!

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