Reichenstein                               Luftbild Laumer  

Skizentrum Reichenstein 2015 Der Westhang des Reichenstein mit der einstigen Skiabfahrt.

Drei Schlepplifte am Ost- und am Westhang mit bis zu 1100 m langen Abfahrten boten sogar so was wie eine Ski-
schaukel.
Doch 2005 musste Insolvenz angemeldet werden. Seitdem ruht der Betrieb. Auch die Sommerrodelbahn ist nicht mehr in Betrieb.

Burgruine Reichenstein

200 m in östlicher Richtung von der einstigen Bergstation finden sich noch Reste einer Höhenburg.

Über die Entstehung und die Erbauer dieser Festung ist nichts überliefert. Vermutlich entstand sie Ende des 11. Jahrhunderts. Sie diente, wie die nahe Burg auf dem Frauenstein der Sicherung der Handelswege nach Böhmen und dem Schutz vor Einfällen aus dem Osten. Im 15. Jahrhundert wurde sie von den Hussiten bei ihren Raubzügen ausgeplündert und zerstört.

Neben wenigen Mauerresten ragt nur mehr der Stumpf eines Burgfrieds aus dem Wald.

Natürlich ranken sich auch hier Sagen und Mythen um die Festung. Unter den Gesteintrümmern soll ein Goldschatz liegen. Am Palmsonntag, und nur dann, wenn in der Wall-
fahrtskirche
zu Stadlern
die Passion gelesen wird, soll er zu heben sein. Doch wer das Ende der Lesung bei der Suche versäumt, wird im Berg eingeschlossen. Nun so was Ähnliches kennt man auch vom Pleysteiner Sulzberg bei Waidhaus. Nüchtern betrachtet: Selbst empfindliche Metalldetektoren zeigen keine Metallspuren rund um die Ruine.

Ruine Reichenstein 2015

Waldhäuser

Waldhäuser 2015

Die Schneisen am Osthang des Reichenstein sind ein Überbleibsel des einstigen Skizentrums. Wegen der häufigen schneearmen Winter und der entlegenen Lage musste es schon vor Jahren schließen.

Abgeschieden, in Rufweite der Grenze zu Tschechien, liegen die wenigen Ansiedlungen von Waldhäuser. Wer hier weiterkommen möchte, muss entweder umkehren oder den einsamen Waldwegen zu Fuß folgen.

Auf dem 898 m hohen Weingartner Fels, oberhalb der rechten Liftschneise,  ist die Silhouette des 30 m hohen Böhmerwald-
turms
zu erkennen. Dieser wunderschöne Aussichtsturm wurde  1984 primär dazu errichtet, den Bewoh-
nern des Grenzgebietes wenigstens einen Blick in ihre einstige Heimat jenseits der Grenze zu  ermöglichen. Der Eiserne Vorhang verwehrte bis 1990 den problemlosen Grenz-
übertritt.

Der zweite erkennbare Turm ist ein ehemaliges militärisches Objekt auf dem Malý Zvon (Glöckelberg). Von 1945 bis 1990 war die Grenze absolut dicht. Der Eiserne Vorhang schottete die kommunistischen Republiken hermetisch ab. Der Beobachtungs- und Lauschturm auf dem Malý Zvon (Glöckelberg) ist noch heute Mahnmal dieser Zeit, inzwischen aber eher ein Wanderziel vom Grenzübergang für Fußgänger hinter Friedrichshäng.

Schwarzach

Die Ansiedlung Schwarzach gehört zur Gemeinde Stadlern und liegt rund 2 km südöstlich davon.

Die im Luftbild hervortretende Straße führt zum Grenzübergang nach Tschechien. Er ist für Fahrzeuge bis 3.5 Tonnen geöffnet. Um Flora und Fauna zu schonen, verzichtet man auf einen Winterdienst und hat die Straße nicht weiter ausgebaut.

 

Ein (größeres) Schwarzach kennt die Oberpfalz aus dem Schwarzachtal.

 

Schwarzach 2011

Guteneck