Reichenstein                               Luftbild Laumer  

Der Westhang des Reichenstein mit der einstigen Skiabfahrt.

Drei Schlepplifte am Ost- und am Westhang mit bis zu 1100 m langen Abfahrten boten sogar so was wie eine Skischaukel.
Doch 2005 musste Insolvenz angemeldet werden. Seitdem ruht der Betrieb. Auch die Sommerrodelbahn ist nicht mehr in Betrieb.

Burgruine Reichenstein

200 m in östlicher Richtung von der einstigen Bergstation finden sich noch Reste einer Höhenburg.

Über die Entstehung und die Erbauer dieser Festung ist nichts überliefert. Vermutlich entstand sie Ende des 11. Jahrhunderts. Sie diente, wie die nahe Burg auf dem Frauenstein der Sicherung der Handelswege nach Böhmen und dem Schutz vor Einfällen aus dem Osten. Im 15. Jahrhundert wurde sie von den Hussiten bei ihren Raubzügen ausgeplündert und zerstört.

Neben wenigen Mauerresten ragt nur mehr der Stumpf eines Burgfrieds aus dem Wald.

Natürlich ranken sich auch hier Sagen und Mythen um die Festung. Unter den Gesteintrümmern soll ein Goldschatz liegen. Am Palmsonntag, und nur dann, wenn in der Wallfahrtskirche zu Stadlern die Passion gelesen wird, soll er zu heben sein. Doch wer das Ende der Lesung bei der Suche versäumt, wird im Berg eingeschlossen. Nun so was Ähnliches kennt man auch vom Pleysteiner Sulzberg bei Waidhaus. Nüchtern betrachtet: Selbst empfindliche Metalldetektoren zeigen keine Metallspuren rund um die Ruine.

Waldhäuser
Waldhäuser 2011

Die Schneisen am Osthang des Reichenstein sind ein Überbleibsel des einstigen Skizentrums. Wegen der häufigen schneearmen Winter musste es schon vor Jahren schließen.

Abgeschieden, in Rufweite der Grenze zu Tschechien, liegen die wenigen Ansiedlungen von Waldhäuser. Wer hier weiterkommen möchte, muss entweder umkehren oder den einsamen Waldwegen zu Fuß folgen.

Auf dem 898 m hohen Weingartner Fels, oberhalb der rechten Liftschneise,  ist die Silhouette des 30 m hohen Böhmerwaldturms zu erkennen. Dieser wunderschöne Aussichtsturm wurde allerdings 1984 primär dazu errichtet, damit die Bewohner des Grenzgebietes wenigstens einen Blick in ihre einstige Heimat werfen konnten. Der Eiserne Vorhang verwehrte ja bis 1990 den problemlosen Grenzübertritt.

Böhmerwaldturm 2011

Der zweite erkennbare Turm ist ein ehemaliges militärisches Objekt auf dem Malý Zvon (Glöckelberg).

Schwarzach

Die Ansiedlung Schwarzach gehört zur Gemeinde Stadlern und liegt rund 2 km südöstlich davon.

Die im Luftbild hervortretende Straße führt zum Grenzübergang nach Tschechien. Er ist für Fahrzeuge bis 3.5 Tonnen geöffnet. Um Flora und Fauna zu schonen, verzichtet man auf einen Winterdienst und hat die Straße nicht weiter ausgebaut.

 

Ein (größeres) Schwarzach kennt die Oberpfalz aus dem Schwarzachtal.

 

Schwarzach 2011

Guteneck