Wallfahrtskirche St. Quirin                             Luftbild Laumer

Sankt Quirin 2015


Sommer! Der Blick geht über St. Quirin, Botzersreuth und Rotzendorf nach Norden.

Die Wallfahrtskirche Sankt Quirin gehört zur Pfarrei Püchersreuth. Sie liegt knapp zwei Kilometer Luftlinie westlich von Ilsenbach auf dem Botzenberg. 

 

Erbaut wurde die Kirche mit kräftigen Finanzspritzen der Lobkowitzer Fürsten um 1680, nachdem zu einer in einer einfachen Holzkapelle aufgestellten Figurengruppe, die aus der nahen Kronburg 1530 von Bauern gerettet wurde, immer mehr Pilger strömten.

Die Orgel der Kirche ist die älteste Ihrer Art in der Ober-
pfalz und stammt aus der Bibliothek der Lobkowitzer in Prag. 

Sehenswert ist der Altar. Ein großer, hufeisenförmiger Akanthusrahmen umgibt das Gnadenbild. Diesen eleganten Hochaltar schufen der Schreiner Johann Sebastian Merten und der Bildhauer Johann Jakob Beringer.

St. Quirin ist idealer Ausgangs/Endpunkt für den rund 12 km langen Skulpturenweg in Richtung Rotzendorf. 
Man erfährt dabei Interessantes über die Erdgeschichte, Mühlen- und Eisenhämmern an den Wasserläufen der Schlattein.

St. Quirin ist schon seit 1660 Ziel auf dem Pilgerweg von Maria Kulm (Tschechien) in die Oberpfalz.

Räuberbanden, Kriegswirren und Grenzen zum Ostblock  verhinderten oftmals längere Zeit die Wallfahrt.


Seit der Wende 1990 lebt die alte Tradition wieder zunehmend  auf. Aus einem anfänglich kleinen Häufchen ist jetzt jährlich ein ansehnlicher Wallfahrtszug geworden. Man pilgert allerdings in der Gegenrichtung zu früher, nämlich nach Maria Kulm. 


Nach Quirin kommen Gläubige um Gottes Segen für die Arbeit zu erbitten, um Hilfe bei Krankheit zu erflehen und um Beistand für werdende Mütter zu erhalten. Zahlreiche Votivtafeln dazu sind in der Kirche aufbewahrt.

 

Nach der 2012 abgeschlossenen Außenrenovierung er-
strahlt die Kirche wieder in altem Glanz. Für die notwendige Innenrenovierung fehlen allerdings noch einige Geldmittel.

St. Quirin ist ein Ort der Stille und Einkehr - abseits auf dem Botzenberg. 
Unter der Woche ist die Kirche nicht offen.


Die tiefstehende Sonne eines goldenen Oktobertages wirft lange Schatten. Noch aber erfreut die bunte Herbstfärbung der Laubbäume das Auge. 
Aber der nächste Herbsturm und Frost werden die Landschaft für Monate wieder farblich eintöniger machen.

Quirin 2013

Herbst am Quirin 2014

Doch der nächste Frühling kommt bestimmt, wenn erst die Rapsfelder wieder blühen!

Frühling am Botzenberg 2016

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