Falkenberg                                                                Luftbild Laumer

Markt Falkenberg 2015  

Falkenberg mit knapp 1000 Einwohnern liegt beiderseits der Waldnaab, die sich hier, nur wenig durch Wehre gebändigt, durch den Oberpfälzer Wald schlängelt. 

1154 ist der Ort urkundlich als Besitz der Herren von Burg Falkenberg erstmals erwähnt. Durch Heirat kam die Burg mit den Ländereien 1274 in den Besitz der Grafen von Leuchtenberg, die sie schon fünf Jahre später an die Burggrafen in Nürnberg verpfän-
deten. 1306 kaufte das Kloster Waldsassen den Besitz. 

Kurz vor Ende des Dreißigjährigen Krieges zerstörten schwedische Söldner die Burg. Von den Falkenberger Bürgern wurde sie in der folgenden Zeit teilweise als Steinbruch "genutzt". 
Im Zuge der  Säkularisation kam die Anlage 1803 an Bayern. 


1934 erwarb der damalige deutsche Botschafter in Moskau Graf von der Schulenburg den hoch auf einem Felssporn aufragenden "Trümmerhaufen".

Falkenberg Mitte 2015

Imposant: Hoch auf einem Felssporn über der Waldnaab thront die Burg Falkenberg. 
Nicht verwechseln mit Burg Falkenstein und Falkenfels.

Burg Falkenberg 2015


Ab 1936 wurde Burg (Ruine) Falkenberg wieder originalgetreu restauriert.

Der Wunsch des Grafen, die Burg als Wohnsitz im Ruhe-
stand nutzen zu können, erfüllte sich nicht. 

Im Zusammenhang mit dem Attentat auf Hitler 1944 wurde er der Mittäterschaft angeklagt und hingerichtet, der gesamte Besitz beschlagnahmt.

Nach dem Ende der Naziherrschaft gehörte die Burg Falkenberg wieder der Familie Schulenburg und wurde von ihr auch bewohnt. 


Im Dezember 2008 entschloss sich der Markt Falkenberg das lange zum Verkauf stehende Gebäude selbst zu erwerben - für knapp 700.000 €. Damit wollte man die Anlage im ursprünglichen Sinn für die Heimat erhalten und eine kommerzielle, rein private Nutzung, wie sie im ähnlich gelagerten Fall Schloss Neidstein geschah, vermeiden.

Die umfangreichen, auf über 7,5 Millionen € belaufen-
den Sanierungsarbeiten an der Burg konnten 2015 abgeschlossen werden. 

Die Burg steht zusammen mit einem Tagungshaus für Veranstaltungen zur Verfügung.

Herbstburg 2017

Burg Falkenberg 2017

Am Marktplatz liegt die Pfarrkirche.

Anstelle einer barocken Vorgängerkirche wurde 1905/06 die neuromanische St. Pankratiuskirche errichtet.

Für Wanderfreunde bietet die Umgebung einige reizvolle Ziele.
Der Wanderweg von Falkenberg nach Windisch-
eschenbach
gehört mit seinen wuchtigen Granitfelsen entlang des Flusstales zu den eindruckvollsten Strecken. Hier erzwang sich der Fluss einen engen Durchbruch durch den mächtigen Falkenberger Granitriegel.

Mit etwas Fantasie nehmen einzelne Felsen gar Gestalten an, wie des "Teufels Butterfass" oder des "Kammerwagen". 
Einst sollten die Knechte die Aussteuer einer Jungfer hinauf zur Burg  Schwarzenschwand schaffen. Doch die Mühsal war so groß, dass sie gar gotterbärmlich fluchten, worauf die ganze "Bagage" versteinerte.
Nur mehr ein Schild weißt heute auf die einstige kleine Festung Altneuhaus
(Außenposten der Burg Falkenberg) hoch auf einem Felsen über dem Waldnaabtal hin.

Falkenberg 2013

Kommunbrauhaus 2014

Das Luftbild zeigt das sanierte Kommun-Brauhaus am Fuße der Burg.

Eine lange Tradition hat das Bierbrauen. 1467 gestattete der Abt des Klosters Waldsassen den Falkenbergern ihr eigenes Bier zu brauen. Natürlich ist dieses "Gesöff" nicht mit dem heutigen Zoiglbier zu vergleichen, was Qualität, Geschmack und Hygiene anbelangt. 

Im eigenen Brauhaus konnten die  Bürger, einschließlich des Pfarrers, ihr Bier brauen. Wer es verkaufen mochte, zeigte dies mit einem "Merkzeichen" an seinem Haus an. Daraus entstand der Name "Zoigl".
Die immer mehr aufkommenden Brauereien verdrängten diese Art des Bierbrauens. Erst 1978 eröffnete wieder eine Zoiglwirtschaft. 
Im Zuge der touristischen Vermarktung kommt dem Zoigl heute wieder eine größere Bedeutung zu. 

Auch in anderen Orten (Windischeschenbach, Neuhaus...) lässt man die Zoigltradition aufleben und vermarktet sie touristisch. 

Luftbilder von (7/10) Ortsteilen der Gemeinde  Bodenreuth - Gumpen - Pirk - Seidlersreuth - Thann - Troglauermühle