Fahrenberg                            Luftbild Laumer

Fahrenberg 2016

Sanft fällt die Ostseite des Fahrenbergs zum Zottbachtal hin ab. Mundartlich heißt er "Voanberg" und das bedeutet vorderer Berg zum Böhmerwald. Die Kleinstadt Pleystein an seinem Fuße kann als Ausgangspunkt für eine Wanderung auf den 801 Meter hohen Gipfel gewählt werden. Im Vordergrund des Luftbildes Bartlmühle und Finkenhammer.

Fahrenberg  west 2016

Auch der Anstieg von Waldthurn aus auf der sonnigen Westseite ist die Anstrengung wert. Oder ein Besuch im Winter!

Kirche Herbst 2017

Seit 800 Jahren pilgern Gläubige zur Muttergottes auf den Fahrenberg. Um 1200 errichtete der Orden der Templer eine Burg auf dem Gipfel. Ein Angehöriger des geistlichen Ritterordens, ein Edler aus Waldthurn, brachte als Kreuzritter aus dem Heiligen Land eine Mutter- Gottes-Statue mit. 

An die Burg baute man eine Kapelle und stellte das Marienbild zur Verehrung auf. 1308 ging die Anlage für knapp 50 Jahre an die Zisterzienser aus Waldsassen über. 

Böhmische Nonnen über-
nahmen 1352 die Betreuung des Klosters. Im Zuge der Hussiteneinfälle im 15. Jhd. musste es aber aufgegeben werden. Später kamen erneut Mönche aus Waldsassen.

1524 wurde ihr Kloster im Zuge der Aufstände der von der Obrigkeit ausgebeuteten und unmenschlich unter-
drückten Bauern zerstört. Die Wallfahrt kam trotzdem nicht ganz zum Erliegen. 

Fahrenbergkirche 2016

Unter dem "Sponsoring" der Lobkowitzer Fürsten (s. Neustadt) wurde 1775 - 1778 die Kirche "Maria Heimsuchung" gebaut. 

Die Wallfahrt auf den Fahrenberg entwickelte sich zu einer der berühmtesten und meist besuchten im Königreich Bayern - selbst zur Zeit der Säkularisation.

Das Gnadenbild im Hochaltar ist eine barock gekleidete, spätgotische Madonna mit Kind. In ihrem Hals steckt noch eine Gewehrkugel, abgefeuert wahrscheinlich von schwedischen Söldnern.

Frühling 2012
Fahrenberg2013

Der Fahrenberg ist neben dem Bogenberg und Haindling
mit der älteste Wallfahrtsort in Ostbayern.

Wiedereröffnung der renovierten Wallfahrtskirche war im Mai 2016.

 

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Eine Außenreno-
vierung konnte 2013 abgeschlossen werden.

In leuchtendem Gold strahlt die am Ost-
giebel angebrachte Friedensmadonna wieder ins Land. 
Das im Stil des Spätrokoko ausge-
stattete Innere wurde gleichfalls renoviert. 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Im Frühjahr können Sie nach dem Kirchgang, den Blick von der Sonnenterrasse der Gastwirtschaft auf die von Löwenzahn golden glänzende Frühlingswiese genießen. 

Im Herbst ist eine Wanderung durch die bunt leuchtenden Wälder ein Erlebnis und im Winter kommen die Skifahrer im nahen  Snowboardzentrum auf ihre Kosten.