Waldershof                           Luftbild Laumer  

Waldershof 09

Waldershof ist die nördlichste und jüngste Stadt der Oberpfalz. Obwohl der Ort bereits 1263 urkundlich erwähnt ist, erfolgte die Stadterhebung erst 700 Jahre später, nämlich 1963. Die Stadtgrenze ist zugleich die Grenze nach Oberfranken. In einer weiten Talsenke zwischen der Kösseine im Norden und dem Steinwald im Süden hat sich die Stadt besonders nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Ansiedlung von Heimatvertriebenen rasch ausgebreitet. Heute zählt Waldershof ca. 4700 Einwohner.

In der neueren Geschichte der Stadt spielt das Porzellan eine wichtige Rolle. 1907 kam mit Haviland die erste Fabrikationsstätte. In der Blütezeit bot sie bis zu 1000 Menschen Arbeit. Doch diese Zeit ist längst vorbei. Der Niedergang der Porzellanfabrikation in ganz Ostbayern hat vor Waldershof nicht Halt gemacht. Der hohe Schornstein hat keine Funktion mehr.

Sehenswert ist die Ganerbenburg am südlichen Stadtrand. Der Name kommt daher, dass sich die Anlage früher mehrere Besitzer teilten. Eine erste Anlage dürfte bereits um 1100 erbaut worden sein. Der Rundbau war früher von einem schützenden Wassergraben umgeben. Bis zur Säkularisation gehörte es wie der Markt zum Besitztum des Klosters Waldsassen.

Guteneck