Flossenbürg                                   Luftbild Laumer

Flosenbürg 07

Hoch geht es hinauf in den Oberpfälzer Wald. Das Luftbild zeigt die über 700 m hoch gelegene Grenzgemeinde Flossenbürg von Westen. 

Flossenbürg 07

Die Reste des Turmes sind auf dem Weg nach Flossenbürg schon von weitem zu sehen, eine Krone vor dem Dunkel der ausgedehnten Wälder um den Schellenberg. 

Gleichsam bietet sich vom sonnigen Burghügel eine wunderschöne Aussicht nach Westen über den Oberpfälzer Wald - wunderschön zu jeder Jahreszeit.

Geschichte hat Flossenbürg reichlich zu bieten: Die Hohenstauferfeste, um 1100 erbaut, kam als Burg 1188 an Kaiser Barbarossa. 

948 wurde Flossenbürg zum ersten Mal urkundlich erwähnt.

Flossenbürg 09

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg zerstört und verfiel. Das Material wurde als Steinbruch mit zum Hausbau verwendet. Sogar bis Weiden wurden Steine transportiert.  Durch engagierte Bürger konnte sie in neuerer Zeit als Ruine vor dem endgültigen Verfall bewahrt werden.

Der 300 Millionen Jahre alte Granitfels des Schlossberges gehört ganz offiziell zu den 100 schönsten Geotopen in Bayern. 

Nach dem Kreuzberg in Pleystein und dem Basaltkegel in Parkstein ist der Schlossberg mittlerweile das dritte ausgezeichnete Geotop im Landkreis Neustadt.

Im Dritten Reich befand sich am östlichen Dorfrand von 1938 bis 1945 ein Konzentrationslager.

 Über 100.000 Menschen aus vielen Nationen waren hier und in mehr als 100 Außenlagern inhaftiert. 30.000 überlebten die schikanösen Bedingungen und den Terror nicht. 

Ab Juli 1945 richteten die Amerikaner ein Internierungslager für SS-Angehörige ein, das bis 1946 bestand.

Danach begann man den grausigen Ort als Gedenkstätte zu gestalten. Ein KZ-Ehrenfriedhof besteht auf dem Gelände. 

Heute werden einzelne noch erhaltenen Gebäude und Anlagen wieder in den Originalzustand gebracht und das Gelände insgesamt als Gedächtnisstätte weiter ausgebaut.

 Eine Dauerausstellung informiert den Besucher über Hintergründe und die Geschichte.

Eine ebene Fläche findet sich in Flossenbürg kaum. Lang zieht sich das Dorf die Straße hoch. Die Granitindustrie spielt heute nur mehr eine untergeordnete Rolle. Man setzt viel mehr auf Fremdenverkehr und lobt die ausgedehnten Wälder ringsum als Wanderparadies. Im Winter bietet die nahe Silberhütte ein wirklich ausgezeichnetes Loipennetz für den Skilangläufer rund um den gut 900 m hohen Entenbühl.

ev. Kirche 09

Auch Flossenbürg besitzt wie viele Gemeinden der Umgebung zwei Kirchen. Beide sind dem heiligen Pankratius geweiht.

Das obere Luftbild zeigt die 2007 renovierte evangelische Pfarrkirche. 

Ihre Grundsteinlegung geht auf das Jahr 1716 zurück. Unter großen Anstrengungen erbauten sich sowohl Katholiken als auch Protestanten ein neues, gemeinsames Gotteshaus, ganz in der Nähe des alten baufälligen. 

Über 200 Jahre teilten sich die beiden Konfessionen die Kirche.

Erst 1959 erhob der Regensburger Bischof die Expositur Flossenbürg zur selbständigen Pfarrei.

1915 schließlich feierten die Katholiken die Grundsteinlegung ihres eigenen Gotteshauses. 

Zwar konnte man trotz Weltkrieg bereits 1916 in ihm Gottesdienst feiern, eine eigenständige Pfarrei war man immer noch nicht. Man gehörte zur Pfarrei Floss. Ein Kooperator war von dort zugeteilt. 

Gaißweiher 08

Eine der wenigen ebenen Fläche  Flossenbürgs: der schmucke Fußballplatz am Fuße des Burgfelsens.

Luftbilder von Orten der Gemeinde

Altenhammer - Hildweinsreuth 

Der ortsnahe Gaisweiher bietet ein Naturbad und einen Campingplatz. 

Gaisweiher 08

Dahinter befindet sich ein Skihang mit Schlepplift. Der Wurmstein bietet zwar eine kurze aber durchaus anspruchsvolle Abfahrtspiste. Leider liegt meist zu wenig Schnee für eine längere Betriebszeit im Winter.

Flossenbürg im Winter 07

Und das ist Flossenbürg im Winter. Blick über den Ort Richtung Silberhütte.

Startseite der Internetpräsentation