Luftlandeplatz Weiden       EDQW

Lage:  2 km westlich der Stadt  Weiden - Koordinaten 49 40 47,7 N  12 07 01,7  E -  Bahn: Betonplatten - 490 x 10,5 m - 14 / 32  -  Höhe 405 m -    PLR SW, -  Funk   120.250  - Tel.  09 61 - 2 97 80 - UL-Landegebühr 5,50 € - offen 09.00 - 18.00 LT,  Oktober - März  17.00 bzw. SS - Montag geschlossen -  Avgas, Jet A1 - Tankstelle in 1,5 km Entfernung -  Pizzeria - e-Buch über den Flugplatz


Blick aus der Platzrunde (Gegenanflug) auf den  Flugplatz. Die Platzrunde führt in weitem Bogen um die Ortschaft Neunkirchen. Endanflug auf die 09: Schießanlage und Öltanks nicht überfliegen. Achtung: Die PLR grenzt an den Luftraum D von Grafenwöhr.

Sonderregelung nach 18.00 Uhr bei gutem Flugwetter

Flugbetrieb ist auch nach 18.00 Uhr möglich. Dazu stellen die Vereine am Platz ehrenamtliche Flugleiter. Sie übernehmen bei gutem Flugwetter von Do. bis So. die Aufgaben. PPR!  

An Sonn- und Feiertagen wird nach Anordnung des Platzhalters (Stadt Weiden) auf die Landegebühr ein Zuschlag von 25 % erhoben. 
Einzigartig! Damit hat Weiden mit die mit teuersten Landegebühren in der Region.

Anflug Flugplatz Weiden 2017

Endteil 32: Es gibt häufig wegen Südwest- bis Westströmung Seitenwind. Die Ortschaft im Bild ist der Ortsteil Weiden-West. Bei guter Sicht ist der Basaltkegel des Parkstein schon von weitem zu sehen und stellt eine gute Orientierungshilfe dar. 25 km nordwestlich liegt ein weiterer Basaltkegel mit einem Aussichtsturm: der Rauhe Kulm.

Piste14 2017


Der Anflug von Westen (auf die 14) führt über ein ausgedehntes Waldgebiet - den Pressather Forst.

Trikes können die Platzrunde (Endanflug 14) etwas abkürzen, damit sie weniger weit über dem Wald ohne Notlandemöglichkeit fliegen müssen. Im Funk melden! Orientierung dazu sind die Hochspannungsleitungen. Im Queranflug immer westlich von ihnen bleiben.

Bei Nord- bis Ostwind verwirbelt der Wald die Luft. Unberechenbare Turbulenzen auf der Bahn haben schon Manchen in gehörige Schwierigkeiten gebracht.

Die Piste in Weiden ist schmal und kurz. Nach Prüfung durch das Luftamt musste in Landerichtung 14 die Piste nochmals um ca. 80 m verkürzt werden. Die Bäume im Anflug aus Westen sind höher geworden, sodass der Anflugwinkel sonst zu steil und damit nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben entsprechen würde. Da heißt es kurze Landung und gut bremsen!
Seit 01.April 2011 ist in Latsch ein Rettungshubschrauber der DRF stationiert.

Dazu wurden ein neuer Hangar mit Tankanlage, sowie Sanitärein-
richtungen für über 2 Millionen gebaut. 

Minutensache - von der Alarmierung bis zum take off des Helikopters. 
Im Schnitt ist Christoph 80 drei mal am Tag im Rettungseinsatz.

 

Der Tower ist während der Sommerzeit Di. - So.  von 9.00 - 18.00 Uhr Ortszeit von einem hauptamtlichen Flugleiter besetzt. 

Bemerkenswert: Die UL-Landegebühr ist seit der Euroeinführung von 1 € auf 5.50 € gestiegen! Und seit  01.08.2011 kommt an Sonn- und Feiertagen zusätzlich ein Aufschlag von 25 % dazu.

Mit im Foto die Tankanlage. Es gibt Avgas und Jet.

Die Beton-Bahn ist relativ schmal - ca. 10 m - und nur knapp 600 m lang - in Landerichtung 14 kürzer!  Der Rollweg ist Gras und stellenweise holprig.

Ein großzügiger Ausbau scheiterte vor Jahren an einem Bürgerbegehren. Die Weidener sprachen sich 1994 deutlich gegen einen Ausbau zu einem Kategorie II Platz aus.

UL-Halle - Hier sind Trikes und Tragschrauber  untergebracht. Die Trikefliegerei ist auch in Weiden stark zurückgegangen. Es sind Hallenplätze frei.

Für Dreiachser ist die Halle jedoch weniger geeignet. Zu schmal zum Rangieren. 

Zwischen UL-Halle und Tower ist genügend Platz zum Abstellen der Geräte - und nach einem Flugtag zum Feiern.

Geflogen wird in Weiden alles was mit Luftfahrt zu tun und nicht mehr Masse als 2 t  (Heli 5,7 t) hat.

Verbindung in die Stadt Weiden

Zu Fuß ca. 45 Min., Taxi, Bushaltestelle 0,7 km vom Platz - jede halbe Stunde,  am Sonntag stark ausgedünnter Fahrplan.

Pizzeria Pegasus - eine gut eingeführte Pizzeria direkt am Platz. Nur mittags und abends geöffnet, (zw. 14.00 und 17.00 geschlossen),  Montag ist Ruhetag.

An Wochenenden ist das Aeroclub-Stüberl geöffnet: Brotzeiten, Kaffee und Kuchen.

Vereine am Platz: Aeroclub Weiden   -  Oberpfälzer Motorflieger-Club  -   Flysports Weiden

Sehenswertes: Highlights der Umgebung Burg Leuchtenberg (im Sommer Freilichtspiele),  Altstadt Weiden, Kloster Speinshart, Rauher Kulm   Kloster Waldsassen Flossenbürg - Flug nach Tschechien

Weitere Informationen über den Flugplatz und das "drum-her-rum" können Sie in einem Buch nachlesen. Es ist als e-book erschienen und kann unter www.bookrix.de gelesen oder kostenlos heruntergeladen werden. Stichpunkt "Flugplatz Weiden" eingeben!

Nächste Plätze: Rosenthal (NW- 30 km);  Erbendorf (N- 20 km);  Erpetshof (O- 13 km); Schmidgaden (S- 27 km);  Schwandorf (S - 38 km);  Pegnitz (W- 40 km) - Tirschenreuth (O - 25 km)

zur Übersicht Startplätze in Ostbayern

Letzte Aktualisierung Oktober 2017

Die Daten sind nicht für Navigationszwecke geeignet. Informieren Sie sich hierzu im AIP.

 

Kleine Chronik des Platzes

Die Fliegerei im Raum Weiden begann im Jahr 1931 - mit einem natürlich selbstgebauten Segelflieger. Gestartet wurde von den Neunkirchener Hängen. Nicht eben ideal, zwar vom Westwind angeströmt, aber flach und kurz. Wer vom heutigen Flugplatz zum östlich gelegenen Dorf, liegt innerhalb der Platzrunde!, schaut, kann sich selbst ein Bild davon machen.

Noch im selben Jahr fand man ein besseres Gelände bei Tröglersricht. Der Weiler liegt im Osten von Weiden und man kann heute noch die Westhänge von damals erkennen. Doch bereits im Herbst 1933 erfolgte die (zwangsweise) Auflösung der Fliegergruppe.

Erst 1950 konnte man wieder ans Fliegen, genauer Segelfliegen denken. Der heutige Aeroclub Weiden wurde im November aus der Taufe gehoben. Da die Amerikaner noch keine Flugfreigabe für Deutsche gaben,  wurde zunächst vom Flugplatz in Maierhof (dort befindet sich heute ein Modellflugplatz, den man in der Platzrunde sogar überfliegt) mit Modellflugzeugen "geübt". Aber man hatte ja so wie so noch kein eigenes Segelflugzeug. In unzähligen Arbeitsstunden wurde daran gearbeitet. Im Spätherbst konnte der erste Start erfolgen. Im Mai 1955 konnte endlich ein regulärer Flugbetrieb in Maierhof aufgenommen werden. Windenstart!

Als 1956 das Fluggelände von den Amerikaner aufgegeben und der Grund an den rechtmäßigen Besitzer zurück gegeben wurde, stand man wieder ohne Startgelände da. Die neugegründete Bundeswehr zeigte sich den Fliegern gesonnen; man durfte vom unmittelbar nebenan gelegenen Exerzierplatz in Frauenricht starten.

1962 kündigte die Bundeswehr das Fluggelände. Schon lange vorher hatte man sich nach Alternativen umgesehen. Das Gelände des heutigen Flugplatzes bei Latsch konnte schließlich erworben und verbrieft werden. In Tausenden von freiwilligen Arbeitsstunden wurde die Landebahn und eine Halle errichtet.

1964 wurde Latsch in Betrieb genommen. An Pfingsten begann das Zeitalter des Motorfluges. In den folgenden Jahren konnten weitere Hallen erstellt werden. Der Flugzeugpark nahm stetig zu.

1972 große Aufregung deutschlandweit, als am 8. Juni 10 junge Tschechen eine kleine Passagiermaschine von Marienbad in den Westen entführen. Bei einem Handgemenge im Cockpit wird der Pilot erschossen. 

1974 bestellte die Stadt einen hauptamtlichen Flugleiter und unterstrich damit die Bedeutung, die man dem Verkehrslandeplatz zumaß. Weiden lag innerhalb der ADIZ, einer ca. 30 km breiten Flugverbotszone zur Grenze der CSSR (Ostblock). Für Flüge benötigte man immer einen Flugplan. 1978 wurde dazu eine Ausnahme erteilt. Abflüge nach Westen waren damit ohne Genehmigung, d. h. Flugplan möglich.

1984 wurde der neue Tower errichtet.

1985 erhoben sich die ersten Ultraleichten (Trike und Minimum) in den Weidener Himmel.

1990 wurden nochmals zwei Hallen gebaut, davon wird eine heute ausschließlich von Ultraleichten genutzt.

Der geplante Ausbau des Verkehrslandeplatzes zu einem Regionalflugplatz der Kategorie II scheiterte 1994 an einem Bürgerentscheid. So wurde auch von der Stadt Weiden und höheren Luftfahrtstellen keine weiteren Investitionen in den strukturellen Ausbau des Platzes gemacht, kleinere Verbesserungen in die Sicherheit ausgenommen. So ist Latsch heutzutage von der Landebahn, Rollbahnen und Abstellplätzen nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Für Hobbyflieger bietet Latsch aber immer noch hervorragende Bedingungen.

Am 01. April 2011 wurde Christoph 80, der Rettungshubschrauber der DRF, stationiert.
Frühjahr 2012 Inbetriebnahme des Hangars und der weiteren Einrichtungen für Christoph 80