Burgruine Schellenberg                    Luftbild Laumer  

 

Das war einst ein strategischer Punkt, so wichtig, dass man dort eine Wehrburg erbaute.

Heute ist es nur mehr ein riesiges Waldgebiet, ein Niemandsland an der tschechischen Grenze, ein Wandergebiet östlich von Flossenbürg. Im Winter kommt man auf der Langlaufloipe von der Silberhütte in diese Gegend - und der kundige Wanderer, der der Burgruine auf dem Schellenberg einen Besuch abstattet.

Im späten  Mittelalter - 1347 - wurde gegen die Einfälle aus Böhmen auf Geheiß des Kaisers Ludwig der Bayer auf dem Schellenberg eine Burg erbaut. Mit Unterstützung der Burggrafen von Nürnberg und der Landgrafen zu Leuchtenberg führten die Herren von Waldau auf Waldthurn  schließlich den Bau aus.

Auch damals steckten die "Regierenden" in Geldnöten. Die Waldthurner mussten bald die Burg an einen fränkischen Ritter zu Guttenberg verpfänden. Doch diese Ritter legten sich mit mächtigen Feinden an. 1498 ließen mit Artillerieunterstützung die Markgrafen zu Brandenburg die Festung erobern und ein für alle mal zerstören. Die zerstörte Veste wurde nie wieder aufgebaut.

Der Schellenberg ist mit 826 m die höchste Erhebung im Landkreis Neustadt. Der Entenbühl nahe der Silberhütte ist zwar 900 m hoch, liegt jedoch knapp auf dem Gebiet des Landkreises Tirschenreuth.

Von der Aussichtsplattform bietet sich ein weiter Blick nach Westen über den Oberpfälzer Wald: Burgruine Flossenbürg und Leuchtenberg, Parkstein und an klaren Tagen der Rauhe Kulm ...

Die Ruine ist auf markierten Wegen ab Waldkirch oder dem Parkplatz an der Planer Höhe am besten zu erreichen.

Guteneck