Tirschenreuth                          Luftbild  Laumer  

Mitte TIR 2017



"Das Tuchmacher-
städtchen
liegt gar schön". 
Mit diesem nur allzu gern zitierten Satz des Dichterfürsten Goethe, als der auf dem Weg nach Italien hier durchkam, wirbt die Stadt - mit vollem Recht, wie die Luftbilder bestätigen.

Die Gründung der Stadt soll auf einen Roder namens Turso zurückgehen.

Urkundlich erwähnt wird die Stadt  erstmals 1134.

Altstadt 2016

 

Tirschenreuth ist  das wirtschaftliche Zentrum des Stiftlandes. 

Der 2007/08 neu gestaltete Stadtplatz hat manche heiße Diskussion verursacht. Doch das Geld scheint sinnvoll investiert worden zu sein.

Kirche Tirschenreuth 2013

Die katholische Pfarrkirche "Mariae Himmelfahrt" geht auf einen gotischen Bau von 1299 zurück. 
Das Kirchenschiff ist barock ausgestattet.

Die von 2005 - 2008 durchgeführte Außen- und Innensanierung sorgt wieder für neuen Glanz. 

In die Kirche eingebunden ist die Wallfahrtskapelle "zu unserer Lieben Frau von Tirschenreuth".

Gegenüber der Kirche befindet sich das Gebäude des Klosters. Zehn Jahre nach Auflösung der Armen Schulschwestern, begann 1989 das klösterliche Leben in Tirschenreuth erneut. 
Drei Schwestern aus Mallersdorf waren der Wiederbeginn. Heute wohnen im neu erbauten Kloster sechs Schwestern.

Die Landschaft um Tirschenreuth zählt sicher zu den schönsten und auch ökologisch bedeutendsten Teichlandschaften Europas. Nicht umsonst nennt man die Gegend auch Land der tausend Teiche.

Klettnersturm Tirschenreuth 2013
Ein Wahrzeichen der Stadt ist der Klettnersturm, einziges noch erhaltenes Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung.

Einen Meter dick sind die um 1330 erbauten Mauern und sollten den Bewohnern zusammen mit der Stadtmauer und den Teichen Schutz vor feindlichen Übergriffen gewährleisten. Über 600 Jahre hielt der Türmer nach Feuer und aufsteigendem Rauch Ausschau, läutete dreimal am Tag die Glocke und zog die Turmuhr auf. Erst 1972 ging der letzte seines Standes in den Ruhestand.

Sonst ist keine historische Bausubstanz mehr erhalten. 1814 nämlich, an einem heißen Sommertag, brannte die Stadt vollkommen nieder. Das Inferno ließ nur Schutt und Asche zurück. Trotz vieler Teiche in der Umgebung konnte nicht genügend schnell Löschwasser herbeigeschafft werden.


Tirschenreuth ist Zentrum der Oberpfälzer Teichwirtschaft. Mit dem Fischereimuseum stellt man die Bedeutung dem Besucher sehenswert zur Schau. 

 

Eine Besonderheit stellt die evangelische Kirche von Tirschenreuth dar. 

Erste Lutheraner gab es hier bereits Mitte des 16. Jahrhunderts. Doch die Konfessionskämpfe der Gegenreformation vertrieben sie wieder aus der Stadt. 200 Jahre lang galt der katholische Glaube erneut als unverrückbar.

Im Zuge der Industrialisierung ließen sich  Mitte des 19. Jahr-
hunderts auch wieder Protestan-
ten nieder. Bald plante man eine eigene Kirche. Doch es fehlte das Geld. 

Die Lösung: Man kaufte 1904 die Gaststätte zur Turnhalle mit Tanzsaal und gestaltete das Ganze zu einer Kirche um, mit Altar, Kanzel, Taufstein und Orgel. Alles da, nur eben nicht ganz harmonisch konzipiert, wie man es von sonstigen Gottes-
häusern gewohnt ist. 
1940 wurde man eigenständige Pfarrei.

Neu erbaut wurde 1964 der Kirchturm. Er erinnert unverkenn-
bar an toskanische Vorbilder.

 

evangelische Kirche Tirschenreuth 2013
Freibad Tirschenreuth 2013

Am nordöstlichen Stadtrand die Freizeitanlagen: Fußball und Freibad. 
Am westlichen Rand der Stadt befindet sich ein Segelflugplatz.

Ein neuer Anziehungspunkt entstand im Zuge der Gartenschau  "Natur in Tirschenreuth 2013" am Rande der Innenstadt, Dort wo einst zahlreiche Fischteiche angelegt waren, entstand ein neuer Stadtteich. Daneben erhebt sich die Fischhofinsel mit dem Ökonomiehof und spannt so den Bogen vom historischen zum heutigen Leben am und mit dem Wasser. Tirschenreuth im Land der 1000 Teiche erfährt somit weitere Wertschätzung und Beachtung für den Tourismus.

Gartenschaugelände 2015

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