Tirschenreuth                          Luftbild  Laumer  

Tirschenreuth 10

"Das Tuchmacherstädtchen liegt gar schön" Mit diesem Zitat des Dichterfürsten Goethe als der auf dem Weg nach Italien hier durchkam, wirbt die Stadt - mit vollem Recht, wie die Luftbilder bestätigen.

Die Gründung der Stadt soll auf einen Roder namens Turso zurückgehen. Urkundlich erwähnt wird die Stadt  erstmals 1134.

Tirschenreuth ist Zentrum der Oberpfälzer Teichwirtschaft. Mit dem Fischereimuseum stellt man die Bedeutung dem Besucher  sehenswert zur Schau. 

Tirschenreuth 10
Tirschenreuth ist auch das wirtschaftliche Zentrum des Stiftlandes. 

Der 2007/08 neu gestaltete Stadtplatz hat manche heiße Diskussion verursacht. Doch das Geld scheint sinnvoll investiert worden zu sein.

Die katholische Pfarrkirche "Mariae Himmelfahrt" geht auf einen gotischen Bau 1299 zurück. Das Kirchenschiff ist allerdings barock ausgestattet.

Die von 2005 - 2008 durchgeführte Außen- und Innensanierung sorgte wieder für alten Glanz dieses auch als Wallfahrtskirche zu "unserer Lieben Frau von Tirschenreuth" bekannten Gotteshauses. 

Die Landschaft um Tirschenreuth zählt sicher zu den schönsten und auch ökologisch bedeutendsten Teichlandschaften Europas. 

Nicht umsonst nennt man die Gegend auch Land der tausend Teiche.

Stadtplatz Tirschenreuth 2010
Ein markanter Turm der Stadt ist der Klettnersturm. Er ist als Einziges von der mittelalterlichen  Stadtbefestigung erhalten. Einen Meter dick sind seine um 1330 erbauten Mauern. Auch sonst ist keine historische Bausubstanz erhalten. 1814 nämlich an einem heißen Sommertag brannte die Stadt vollkommen nieder. Das Inferno ließ nur Schutt und Asche zurück. Trotz vieler Teiche in der Umgebung konnte nicht genügend Löschwasser herbeigeschafft werden.

Eine Besonderheit stellt die evangelische Kirche von Tirschenreuth dar. 

Erste Lutheraner gab es hier bereits Mitte des 16. Jahrhunderts. Doch die Konfessionskämpfe der Gegenreformation vertrieben sie wieder aus der Stadt. 200 Jahre galt der katholische Glaube wieder als unverrückbar.2009

Am nordöstlichen Stadtrand die Freizeitanlagen: Fußball und Freibad.

Am westlichen Rand der Stadt befindet sich ein Segelflugplatz.

Im Zuge der Industrialisierung ließen sich  Mitte des 19. Jahrhunderts auch wieder Protestanten nieder. Bald plante man eine eigene Kirche. Doch es fehlte am Geld. 

Die Lösung: Man kaufte 1904 die Gaststätte zur Turnhalle mit Tanzsaal und gestaltete das ganze zu einer Kirche um, mit Altar, Kanzel, Taufstein und Orgel. Alles da, nur eben nicht ganz harmonisch konzipiert, wie man es von sonstigen Gotteshäusern gewohnt ist. 1940 wurde man eigenständige Pfarrei.

Neu erbaut wurde 1964 der Kirchturm, der sehr an toscanische Vorbilder erinnert.

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