Schwandorf                                       Luftbild Laumer

Weit dehnt sich die Kreisstadt  östlich der Naab aus. Neubaugebiete und Industrieanlagen lassen in der Totale den alten Stadtkern nur erahnen.

Schwandorf wurde in seiner wechselvollen Geschichte oftmals zerstört, zuletzt 1945 durch Bomben der Amerikaner und Kanadier.

Die Gegend wurde erstmals um 600 von Slawen besiedelt, später verdrängten dann von Süden die Bajuwaren diese Volksgruppe. Daran erinnern noch einige Ortsnamen wie Pfreimd, Trausnitz oder Pressath.

Die Stadt lag immer schon günstig an der "Kreuzung" des Nord-Süd verlaufenden Naabtales und einer uralten Straße von Amberg nach Osten. Dies förderte rasch die Entwicklung der Ansiedlung. 1299 erhielt der Markt bereits eine städtische Verfassung.

Schwandorf 2011

Schwandorf war schon im Mittelalter kirchlicher Mittelpunkt. Um 1400 konnte der Bau der  großen Stadtpfarrkirche St. Jakob abgeschlossen werden.  Zuletzt wurde die Wandpfeilerkirche 1866 erweitert und nach der Zerstörung durch alliierte Bomben nach 1945 wieder in den Originalzustand restauriert.

Schwandorf 2011

Schwandorf 2011

Städtebauliches Zentrum der Stadt ist der langgezogene  Marktplatz.
 Ein Spaziergang an der Naab führt zu alten Mühlrädern, die an die Mühlentradition erinnern.

 Wahrzeichen der Stadt ist der Blasturm, ein Wehrturm, der seit einem halben Jahrtausend in seiner Form erhalten blieb.

Blasturm Schwandorf 2011

Hier kam der Komponist der Bayernhymne Konrad Kunz 1812 als Sohn des Türmers zur Welt. Im  Blasturm-Museum wird seiner erinnert.

Schwandorf 2011

> Der Kreuzberg

Kreuzberg 2014

Ein lohnendes Ausflugsziel mitten in der Stadt ist der Kreuzberg mit der Wallfahrtskirche "Zu unserer lieben Frau".

Eine Besonderheit ist die Unterwelt der Stadt. 

Um ein  Labyrinth von Höhlen ranken sich viele Geheimnisse und Legenden. Ein Teil dieser Felsenkeller ist für Besucher zugänglich. Es handelt sich dabei um seit 1500 in den Eisensandstein getriebene Höhlen. 

Die gleichbleibende Temperatur von 8 ° eignete sich hervorragend zum Gären und Lagern von Bier. Es entstand damals eine richtige Bierindustrie. So gab es 1812 an die 80 Kommunbrauer. 

Die Konzentration zu Großbrauereien hat davon nichts mehr übriggelassen.

Regionaler Eisenbahnknoten: Hier kreuzen sich die Nord-Süd- (Hof - Regensburg) und die West-Ost-Verbindungen (Nürnberg - Prag).

Bahnhof SAD 2014

Im Osten befindet sich ein ehemaliges Braunkohle -Tageabbaugebiet. Die Gruben sind mit Wasser gefüllt und renaturiert - eine herrliche Seenlandschaft ist entstanden. Das Gebiet wird touristisch in vielfacher Weise genutzt.

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