Schwandorf                                       Luftbild Laumer

Schwandorf

Die Gegend wurde erstmals um 600 von Slawen besiedelt, später verdrängten dann von Süden die Bajuwaren diese Volksgruppe. 

Daran erinnern noch einige Ortsnamen wie Pfreimd, Trausnitz oder Pressath.

Schwandorf wurde in seiner wechselvollen Geschichte oftmals zerstört, zuletzt 1945 durch Bomben der Amerikaner.

Die Stadt liegt günstig an der "Kreuzung" des Nord-Süd verlaufenden Naabtales und einer uralten Straße von Amberg nach Osten. Dies förderte rasch die Entwicklung der Ansiedlung. 1299 erhielt der Markt eine städtische Verfassung.

 

Schwandorf 09

Schwandorf 09 Schwandorf war schon im Mittelalter kirchlicher Mittelpunkt.

 Um 1400 konnte der Bau der  großen Stadtpfarrkirche St. Jakob abgeschlossen werden.

Zuletzt wurde die Kirche 1866 erweitert und natürlich nach den Zerstörungen nach 1945 wieder in den Originalzustand restauriert.

Das Zentrum der Stadt ist der umgestaltete Marktplatz. Ein Spaziergang an der Naab führt zu alten Mühlrädern, die an die Mühlentradition erinnern.

Eine Besonderheit ist die Unterwelt der Stadt. Um ein  Labyrinth von Höhlen ranken sich viele Geheimnisse und Legenden. Ein Teil dieser Felsenkeller ist für Besucher zugänglich. Es handelt sich dabei um seit 1500 in den Eisensandstein getriebene Höhlen. Die gleichbleibende Temperatur von 8 ° eignete sich hervorragend zum Gären und Lagern von Bier. Es entstand damals eine richtige Bierindustrie. So gab es 1812 an die 80 Kommunbrauer. Die Konzentration zu Großbrauereien hat davon nichts mehr übriggelassen.


Der Kreuzberg

Eine Insel im Häusermeer aus der Luft, ein Berg inmitten der Stadt vom Boden aus: Der Kreuzberg.

Stand im Mittelalter bereits dort oben eine Kapelle, so war es ab Mitte des 16. Jahrhunderts eine grauslige Hinrichtungsstätte.

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts ersetzte man die Galgen durch Kreuze.

 Um 1678 erbaute die Bürgerschaft auf dem Kreuzberg eine kleine Kapelle mit einem Marienbild, einer Nachbildung von Lukas Cranachs "Gnadenbild Mariahilf". 

Die Herz Jesu Kirche


1721 wurde eine Spitalbruderschaft gegründet und zehn Jahre später eröffneten die Kapuziner eine Filiale, die im Laufe der Jahrzehnte zu einem Kloster ausgebaut wurde. 1802 wurde es im Zuge der Säkularisation aufgelöst.

Später betreuten die Karmeliter die Wallfahrt. Heute ist es eine eigene Pfarrei.

Kreuzberg 08

Die damalig stark verbreitete Marienverehrung lockte zahlreiche Pilger an. Die Kapelle musste erweitert werden. 

Die stattlich Kirche schließlich aus dem Jahr 1784 wurde bei einem Bombenangriff 1945 vollständig zerstört. Von 1949 bis 1952 erfolgte der Wiederaufbau in einer ansprechenden modernen Stilrichtung.

 

Die Karmeliten mussten sich aus Nachwuchssorgen 2009 zurückziehen. Heute versehen Ordensbrüder aus Indien im Kloster auf dem Kreuzberg ihren Dienst. 

Die unterschiedliche Farbe der Kirche ergibt sich aus der Sonneneinstrahlung. Am treffenstens ist sie beim oberen Luftbild wiedergegeben.

Im Osten befindet sich ein ehemaliges Braunkohle - Tageabbaugebiet. Die Gruben sind mit Wasser gefüllt - eine herrliche Seenlandschaft ist entstanden. 

Die größeren Teiche werden touristisch in vielfacher Weise genutzt.

 

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