Wölsendorf ist
weltberühmt - nicht wegen der nahen Lage an der Autobahn Regensburg
- Hof, oder der Lage östlich der Naab, sondern wegen der
Mineralien. In nahezu allen Mineraliensammlungen finden sich Stücke
(v. a. Fluorit) mit dem Fundortnamen Wölsendorf.
In über 30 Gruben wurde Feldspat
abgebaut. Die Blütezeit ist allerdings lange vorbei. Geringer
werdende Funde, billige ausländische Konkurrenz führten zur
Schließung der Gruben ab 1960. Ungefähr 2 km östlich von
Wölsendorf liegt das Besucherbergwerk "Kocher Stollen".
Eine weitere Besonderheit zeigt das
Luftbild: Die Naabenge. Nördlich von Wölsendorf und Brensdorf
(links!) verengt sich das Naabtal. Fluss, Eisenbahn, Autobahn und
eine Landstraße zwängen sich durch die Enge zwischen Mühlberg und
Wölsenberg. Hier musste sich die Naab durch Quarzgestein einen
Weg bahnen. Dieser Quarzriegel verläuft von Nabburg bis
hinunter in den Bayerischen Wald. An machen Stellen durchbricht er
- als Pfahl bekannt - die Erdoberfläche und ist als helles
Gestein zu sehen, z. B. bei Schwarzenfeld
und besonders schön bei Viechtach.
Zur Lage des Dorfes: 6 km südlich
von Nabburg, Autobahnausfahrt Schwarzenfeld. |